Buch „MEISSEN“
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Das Buch „MEISSEN“ ist eine geschichtliche sowie kunstgeschichtliche Publikation aus dem Jahre 1957 von Hans-Joachim Mrusek (1920-1994). Es gab bis 1991 insgesamt vier Nachauflagen mit kleineren Änderungen besonders im Fotobereich, stellenweise wurde der Text überarbeitet bzw. angepasst. Die erste Auflage ist noch im Sachsenverlag Dresden erschienen.
Das Sachbuch stellt eine gelungene Kombination aus geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Abhandlungen sowie einem Bildband über die Stadt Meißen dar. Die anspruchsvollen Fotografien im umfangreichen Bildteil, sind in der ersten Auflage von 1957 noch von den beiden Meißner Kunstfotografen Margot und Adolf E. Heckmann. Die Fotografien hat man in den Nachauflagen ab 1982, Stück für Stück, mit Fotos anderer Bildautoren ergänzt oder gar ganz ersetzt. Sie erreichten dabei jedoch nie die Qualität der Heckmannschen Fotos. Nachauflagen sind erschienen in den Jahren 1979, 1982, 1989 und 1991.[1] Die Nachauflage von 1978 kostete beispielsweise 22 Mark der DDR. Heute ist das Buch „MEISSEN“ noch auf dem Zweitmarkt und über Buch-Antiquariate erhältlich.
Verschiedene Buchtitel
Der erste Buchtitel zeigte zunächst 1957 ein Foto mit Elbe und Burgberg, aufgenommen in der Umgebung von Proschwitz. Das Buch hat 211 Seiten. Ab der Zweitauflage von 1978 zeigt das Titelbild nun eine historische Darstellung der Altstadt mit Albrechtsburg und Dom. Diese Ausgabe hat 232 Seiten. Im Jahre 1991 präsentiert das Foto einen Blick von der Frauenkirche in Richtung Burgberg mit Rathaus und der Burgstraße. Diese Ausgabe hat 228 Seiten.
Das Buch
Als die erste Auflage 1957 in die Buchläden kam wurde schon kurz danach in den Kritiken festgestellt, dass es sich hierbei keinesfalls um eine trockene historische Abhandlung über die Stadt Meißen handelt. Im Buch wurden nicht einfach Urkunden und Chroniken aneinandergereiht, sondern der Autor spürt die Vergangenheit an den Bauten auf oder liest sie praktisch von den ehrwürdigen Mauern und alten Türmen, Baunähten und Grundrissen ab. Der Leser erlebt dabei anschaulich die Entstehung der Albrechtsburg, die Gründung der Stadt, den Bau des Domes und nicht zuletzt auch seine Vollendung im 19. Jahrhundert. Auch über die lange Geschichte der Porzellanmanufaktur Meißen und über die Einzigartigkeit der landschaftlichen Reize im Elbtal, wird einiges erzählt.
Inhaltsverzeichnis (1957)
- Die geographischen Voraussetzungen (Seite 11)
- Der Burgberg in der Landesgeschichte
- Gründung der Mark Meißen (Seite 13)
- Die Festigung der Wettinischen Hausmacht (Seite 18)
- Das Werden der Stadt
- Der Burggräfliche Jahrmarkt (Seite 23)
- Die Afranische Freiheit (Seite 25)
- Die markgräfliche Stadtbildung (Seite 27)
- Mittelalterliches Leben und Bauen in der Stadt (Seite 33)
- Gestaltung des Burgberges
- Der gotische Dom (Seite 41)
- Albrechtsburg und Bischofsschloß (Seite 51)
- Reformation und Renaissance (Seite 55)
- Niedergang im Dreißigjährigen Krieg (Seite 60)
- Im Zeichen des Meißner Porzellans (Seite 63)
- Freiheitskriege und Romantik (Seite 70)
- Umgestaltungen durch die Industrie (Seite 78)
- Restaurierungen auf dem Burgberg (Seite 85)
- Neuzeitliches Porzellan (Seite 90)
- Literaturverzeichnis (Seite 207)
Literatur
- Günter Naumann: Meißner Chronik 1989-1996. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1996.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Meißner Chronik 1989-1996. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1996, S. 154 und 155.