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Seltene Pflanzen im Boselgarten.

Der Boselgarten ist heute ein Refugium für trockenheits- und wärmeliebende Pflanzengesellschaften, welche im Interglazial (Zwischeneiszeit) über Böhmen und das Elbtal aus den osteuropäischen und südosteuropäischen Steppengebieten in die Meißner Region eingewandert waren. Im Spaargebirge sind sie auch noch heute anzutreffen. Der Boselgarten befindet sich unweit der Boselspitze.

Der Boselgarten hat eine Fläche von ca. 2.500 m² mit rund 850 Pflanzenarten. Darunter befinden sich auch viele Pflanzen, die am natürlichen Standort selten geworden sind. Etwa 200 Pflanzenarten, welche heute im Boselgarten zu finden sind stehen auf der Roten Liste Sachsens und sind gefährdet.

Geschichte

Auf Anregung des Dresdner Botanikers Carl Georg Oscar Drude (1852-1933) wurde am 10. Dezember 1908 in der unmittelbaren Nähe der Boselspitze für 1.200 Mark das Flurstück Nr. 122 in der Gemarkung Sörnewitz mit einer Fläche von 1.510 qm durch den Landesverein Sächsischer Heimatschutz erworben. Das Gelände wird 1912 eingezäunt und 1930 durch den Dresdner Botaniker Arno Naumann (1862-1932) zu einem botanischen Garten umgestaltet.

Am 9. August 1930 wird der Garten als „Pflanzengarten des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz“ eröffnet. Unterstützung bekommt das Projekt damals durch den Meißner Verschönerungsverein. Später wird die Leitung des Gartens durch den Botaniker Herbert Ulbricht (1909-1989) übernommen und nach 1945 vom Meißner Botaniker Martin Thielemann (1896-1976) weiterbetreut. Die technische Hochschule Dresden übernimmt schließlich am 29. März 1957 die Pflege des Pflanzengartens.

Nach 1990 macht der neu begründete „Landesverein Sächsischer Heimatschutz“ seine Eigentumsansprüche geltend, was allerdings im November 1992 abgewiesen wird.[1] Heute wird der Boselgarten von der Technischen Universität Dresden, Botanischer Garten-Boselgarten betreut.

Öffnungszeiten

Der Boselgarten ist vom 1. April bis 3. Oktober zugänglich. Geöffnet ist Mittwoch, Samstag und Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr. Auch Führungen sind möglich. Im Winterhalbjahr bleibt der Garten geschlossen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten, Kreissparkasse Meißen, 1993, S. 163.