Bilder aus Sachsen 1928 (Publikation)

Bilder aus Sachsen 1928 (Publikation) erschien als Broschüre im Jahre 1928 im Verlag der Truhe Meißen. Bereits um 1920 war der Verlag vom Verlagsbuchhändler und Verleger Fritz Pfeiffer und dem Kunstmaler Alfred Gelbhaar in Meißen gegründet worden. Die Publikation ist eine Präsentation der Sächsischen Heimat mit dem Schwerpunkt Elbtal zwischen Meißen und Dresden.
Der Herausgeber wollte mit der Broschüre gerade die Menschen ansprechen, welche mit Sinn für Geschichte und Freude an der Kunst durch das Leben gehen. Er stellt dem Leser gleich zu Beginn die Frage, woran er denn selbst zuerst denkt, wenn von Sachsen die Rede ist. Ist es August der Starke, ist es Meißens Burg und Dom oder ist es gar das Meißner Porzellan?
Welche Auflagenstärke die Broschüre hatte bleibt unbekannt. Gedruckt wurde die Broschüre im Breitformat mit 48 Seiten im Druckhaus C. E. Klinkicht & Sohn am Theaterplatz Nr. 7 in der Altstadt.
Die Broschüre
Nach einem Vorwort von Prinz Johann Georg, Herzog zu Sachsen über die lange Geschichte der Wettiner, folgen die einzelnen Beiträge der Autoren. Dr. Walter Hentschel beginnt mit einem Fachartikel über die Meißner Domfiguren. Anschließend erzählt Monica von Miltitz über den „Sommer in Siebeneichen“. Der Leser erhält ebenfalls Einblicke in das ehemalige Dresdner Hoftheater zur Biedermeierzeit, es werden ihm die Arbeiten eines Restaurators der Gemäldegalerie Dresden erklärt und Professor Emil Paul Börner spricht über die berühmten Porzellanglockenspiele aus Meißen.
Geschmückt und aufgelockert wird die Publikation durch die eingefügten Grafiken und Federzeichnungen. Viele Zeichnungen stammen von Ludwig Richter. Meist handelt es sich dabei um stimmungsvolle Ansichten, wie „Wackerbarthsruhe“ zwischen Meißen und Dresden oder die Zeichnung „Meißen gegen Abend“.
Literarische Beiträge in „Bilder aus Sachsen“
- Prinz Johann Georg, Herzog zu Sachsen: Meißen und August der Starke
- Dr. W. Hentschel: Die Meißner Domfiguren
- Monica Freifrau von Miltitz: Sommer in Siebeneichen
- Prof. E. P. Börner: Glockenspiele
- Dr. P. Adolph: Das ehemalige Dresdner Hoftheater zur Biedermeierzeit
- Alfred Unger (Restaurator): Raffaels Sixtinische Madonna und andere Dresdner Bilder-Schicksale
- Prof. O. Seyffert: Kasperle
Zu welchem Preis und an welchen Orten die Publikation verkauft oder eventuell auch kostenlos abgegeben wurde ist nicht bekannt. In der Broschüre gibt es keine Preisauszeichnung.