Bernhard Mannfeld
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Bernhard Mannfeld, eigentlich Karl Julius Bernhard Mannfeld (*6. März 1848 in Dresden; † 29. März 1925 in Frankfurt am Main), war ein Kunstmaler und Grafiker. B. Mannfeld wohnte in seiner Kindheit zusammen mit den Großeltern im sogenannten „Scheinert'schen Wohnhaus“ in der damals noch selbstständigen Gemeinde Niederfähre. Einige Quellen ordnen das Haus jedoch auch dem Seelensteig in der Altstadt zu.
Leben und Werk
Bernhard Mannfeld wurde im Jahre 1848 in Dresden geboren. Die Kindheit verbrachte er im Hause seines Großvaters in Meißen. Sein Großvater war Karl Samuel Scheinert, ein Malereivorsteher an der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen. Der sogenannten „Orientmaler“ Friedrich Otto Georgi soll den jungen Mannfeld schon früh dazu angehalten haben nach der Natur zu zeichnen. Nach dem Willen seiner Großeltern sollte er jedoch kein Maler, sondern Zimmermann werden und auf dem Bau in Dresden arbeiten. B. Mannfeld ist verzweifelt, aber er fügt sich dem Willen der Großeltern. Um 1866 kehrt er in das Haus seiner Großeltern nach Meißen zurück.
Die vielen malerischen Reize der Meißner Altstadt und das schöne Elbtal begeistern Mannfeld. Er beginnt verschiedene Orte mit Stift und Zeichenfeder festzuhalten. Zu den ersten Werken zählen die 24 Meißner Skizzen (Federzeichnungen), welche später im Verlag für Architektur und Kunstgewerbe Dresden von George Gilbers gedruckt werden. Er selbst ist Autodidakt und ohne künstlerischen Unterricht. Seine weiteren Arbeiten führen ihn nach Breslau in das Institut für Glasmalerei. Dort kann er seine Zeichenstudien fortsetzen. In dieser Zeit wird der Graf von Hoverden auf den jungen Künstler aufmerksam. In dessen Auftrag bereiste B. Mannfeld fünf Jahre lang die Provinz Schlesien, um für die gräfliche Sammlung hunderte von alten Grabsteinen zu zeichnen. In dieser Zeit machte der Künstler mit Erfolg die ersten Versuche mit der Radiernadel.
Im Jahre 1873 sind auf der Wiener Weltausstellung einige Radierungen von B. Mannfeld ausgestellt. Er bekommt weitere Aufträge und gestaltet nun auch für Illustrierte Zeitungen wie die „Gartenlaube“ oder für die Zeitung „Daheim“ einige Holzstiche. In dieser Zeit nimmt er sich einen festen Wohnsitz in Berlin. Hier entstehen viele seiner Werke und er wohnt in der Lindenstraße Nr. 107. Von Juli bis Oktober 1887 ist B. Mannfeld auf der 59. Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste in Berlin mit drei Werken vertreten. Es handelt sich dabei um elf Radierungen nach Bildern und Aquarellen von Carl Graeb (1816-1884), die B. Mannfeld im Auftrage der Königlichen National Galerie geschaffen hatte. Zudem ist die Radierung Limburg a. d. Lahn und Mondschein-Landschaft ausgestellt.[1]
Im Jahre 1895 folgt er den Ruf an das Städelsche Kunstinstitut nach Frankfurt am Main für eine Professur für Radierkunst. Später wird er dort zum Direktor ernannt. Bernhard Mannfeld erkrankt 1915 und muss seine Tätigkeit am Institut aufgeben. Allerdings arbeitet er noch als Radierer weiter. Zu seinen Werken gehören nun auch eine große Anzahl von Radierungen nach Gemälden, beispielsweise Eisenwalzwerk von Adolf Menzel oder die Nordische Strandszene von Albert Hertel.
Bernhard Mannfeld verstirbt am 29. März 1925 in Frankfurt am Main. Er bekam auf dem Friedhof in Sachsenhausen ein Ehrengrab.[2]
Werke (Auswahl)
- 24 Meißner Skizzen (Federzeichnungen), nach 1866 um 1881 veröffentlicht.
- Durchs deutsche Land – Malerische Stätten aus Deutschland und Österreich, 2 Bände mit Zeichnungen und Originalradierungen von 1877 bis 1878.
- Weitere Radierungen entstehen nach 1880. Beispielsweise „Moritzburg“, „Bingen“, „Bacharach“, „Kölner Dom“, „Landschaft des Rheingrafensteins“ und die „Loreley“.
- Albrechtsburg in Meißen, Radierung 1884.
- Zwölf Radierungen „Berliner Briefe“, nach 1885.
- Der lange Markt in Danzig, um 1885.
- Der Meißner Dom, eine Winterstimmung, Radierung nach 1885. Das Bild später von der Berliner Akademie der Künste ausgezeichnet.
- Freiberger Dom (Innenansicht), Radierung.
- Dom zu Aachen, Radierung 1888.
- Winternacht bei Berlin, Radierung, um 1893.
Ausstellungen (Auswahl)
- Weltausstellung in Wien, 1873.
- 59. Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin, Berlin, 1887.
- Grosse Berliner Kunst-Ausstellung, Berlin, 1893.
Ehrungen
- Seit dem 6. Februar 1923 gibt es im Meißner Stadtteil Cölln die Mannfeldstraße, welche an den Künstler erinnern soll.[3]
Literatur
- Katalog zur 59. Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin, 1887, Berlin.
- Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler (1888), Meißen, 1888.
- Katalog zur Grossen Berliner Kunst-Ausstellung, Berlin, 1893.
- Verschiedene Autoren: Die Radirung, Wien, 1895, S. 87 und 100.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Katalog zur 59. Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin, 1887, Berlin, S. 216.
- ↑ Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 58 bis 61.
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 207.