Bahnhof Meißen Jaspisstraße
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Der Bahnhof Meißen Jaspisstraße befand sich im Stadtteil Triebischtal und war ein Bahnhof für die Schmalspurbahn-Linien „Meißen Triebischtal-Lommatzsch“ und „Meißen Triebischtal-Wilsdruff“. Der Bahnhof war neben Wilsdruff der größte Schmalspurbahnhof und zeitgleich einer der größten Spurwechselbahnhöfe in Sachsen.
Geschichte
Anfangs war der Bahnhof unter den Namen „Haltestelle Meißen Triebischtal“ nur für den Reiseverkehr konzipiert. Da allerdings in Triebischtal kein weiterer Platz für die Anlagen vorhanden war, erfolgte bald auch die Umplanung zum Güterbahnhof Meißen Triebischtal. Die Betriebsstelle hatte besonders im Berufsverkehr eine große Bedeutung. Die Meißner Straßenbahn ließ ihre Straßenbahnen extra zu einzelnen Schmalspurzügen auf dem Anschluss zum Betriebshof in der Jaspisstraße beginnen bzw. enden. Reisende kamen dabei bequem in die Innenstadt. Eine Fußgängerbrücke an der Jaspisstraße ermöglichte dabei die Überquerung der Triebisch und ein sich anschließender Tunnel unter den Gleisen der Eisenbahn führte direkt zum Schmalspur-Bahnhof Meißen Jaspisstraße.
Die Fertigstellung des Bahnhofs war am 1 Mai 1909. Es gab ein Empfangsgebäude (Holzgebäude), einen Wartesaal mit Fahrkartenverkauf und den damals obligatorischen Freiabtritt. Dazu gab es einen vierständigen Lokschuppen mit Schlackengrube, einen Kohleschuppen, ein Sandlager und einen Wasserkran. Zudem gab es eine Überladerampe von Regel- zur Schmalspur. Eine Wagenladungs- und Stückgutumladehalle (Güterboden) eine Wagenwäsche für die Personenwagen und ein alter Wagenkasten diente als Unterkunft für das Personal. Auf dem Areal vom Bahnhof gab es zahlreiche Rangier- und Abstellgleise für Personen- und Güterwagen.
Mit der Einführung der 4. Wagenklasse im Jahre 1913 mussten die Anlagen für den Reiseverkehr erweitert werden. Schon am 1. Mai 1913 waren die neuen Gleise verlegt und am 5. Mai 1913 konnte der Betrieb wieder beginnen. Bei den Umbauarbeiten am Gleis wurde auch das Stationsgebäude noch um einen Anbau erweitert.
Am 21. Mai 1966 fuhr der letzte Schmalspur-Personenzug nach Wilsdruff. Das ehemalige Empfangsgebäude „Meißen Jaspisstraße“ wurde in der ersten Januarwoche 1977 abgerissen. Heute erinnert kaum noch etwas an den Bahnhof.[1][2]
Literatur
- Wolfram Wagner, Peter Wunderwald, Udo Jankowski: Die Schmalspurbahn Meißen Triebischtal – Lommatzsch, Wunderwald Bahnbücher, Nossen, 2016.
- Wolfram Wagner, Peter Wunderwald: Die Schmalspurbahn Wilsdruff – Meißen Triebischtal, Wunderwald Bahnbücher, Nossen, 2019.