Bahnhof Meißen
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Der Bahnhof Meißen befindet sich im Stadtteil Cölln an der Bahnhofstraße in der Nähe der Dresdner Straße und der Großenhainer Straße. Vernetzt ist heute nur noch der Personenverkehr.
Geschichte
Bereits 1835 hatte sich der Stadtrat vergeblich bemüht die Streckenführung der „Leipzig – Dresdner Eisenbahn“ über Meißen zu führen. Erst ab 1842 gab es mit der Niederauer Straße eine direkte Straßenanbindung zum Bahnhof Niederau. Einen Eisenbahnanschluss gab es erst später durch den Bau der Zweigbahn „Coswig – Meißen“, welche am 29. November 1860 feierlich eröffnet werden konnte. Der erste Spatenstich für ein Bahnhofsgebäude erfolgte bereits am 9. Juli 1860 auf dem Bahnhofsgelände in Cölln.
Obwohl der Bahnhof auf Cöllner Flur lag bekam der entstehende Bahnhof den Namen „Bahnhof Meißen“. Ursprünglich war noch die Bezeichnung der Zweigbahn-Strecke mit „Coswig – Cölln“ geplant. Daran hielt man sich aber nicht. Erst mit der Einrichtung der Personen-Haltestelle Meißen Triebischtal im Jahre 1879 bekam der Bahnhof bis zur Eingemeindung von Cölln nach Meißen (1901) den Namen „Meißen-Cölln“.
Bahnhofsneubau
Am 1. Juli 1912 begannen bereits die Bauarbeiten zum Bahnhofsneubau. Damit verbunden war eine Höherlegung des Gleiskörpers, welche durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen wurde. Die Inbetriebnahme der neuen Hochgleisanlage des Bahnhofs erfolgte in der Nacht vom 13. April zum 14. April 1926. Die bisherigen Bahnübergänge am Steinweg, Fabrikstraße, Dresdner Straße und Wilsdruffer Straße waren nun durch Bahnüberführungen ersetzt worden. Am 31. Juli 1928 konnte ein Teil der neuen Bahnhofsgaststätte eröffnet werden. Am 15. Dezember 1928 war dann auch das Empfangsgebäude fertiggestellt und das Gebäude konnte als Bahnhof eröffnet werden. Nun begannen auch die Abrissarbeiten vom alten Bahnhof.
Der neue Bahnhof nebst Empfangsgebäude wurde im Bauhaus-Stil errichtet. Architekt war Baurat Wilhelm Kreis. Im Empfangsgebäude ist die keramische Wandverkleidung von der Saxonia G.m.b.H. in Meißen hergestellt worden. Entsprechende Werbefliesen blieben erhalten und sind noch vorhanden. Die Eröffnung der Güterabfertigung im eigenen Gebäude an der Großenhainer Straße erfolgte am 13. Januar 1930. Im Jahre 1935 fuhren an gewöhnlichen Verkehrstagen im Winterhalbjahr (Winterfahrplan) täglich mehr als 37 Eil- und Personenzüge von Meißen nach Dresden bzw. Leipzig und ebenso viele in der Gegenrichtung.
Ab 1990
Ab 1995 wurden alle Güterschuppen der ehemaligen Deutschen Reichsbahn vermietet. Die gesamten Gleisanlagen des Güterbahnhofs Meißen wurden noch zum Abstellen von Güterwagen bis 1997 von der Deutschen Bahn genutzt. Im Jahre 1999 wurden sämtliche Güterschuppen abgerissen und man schaffte Platz für den Bau des neuen Busbahnhofs. Die letzten Gleise auf dem ehemaligen Güterbahnhof wurden im Jahre 2001 entfernt.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 29 und 30.