Bäckerei Oskar Zschoche

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Kirschkuchen-Variante (Beispielfoto).

Die Bäckerei Oskar Zschoche war 1924 eine Bäckerei mit einer Hausbäckerei für Christstollen im Meißner Stadtteil Triebischtal in der Nähe der Wettinstraße. Der Inhaber war der Bäckermeister Oskar Zschoche.

Die Bäckerei befand sich im Haus Moritzstraße Nr. 6 und wurde im Jahre 1924 vom Bäckermeister O. Zschoche geführt. O. Zschoche war in dieser Zeit auch der Hausbesitzer.[1]

Das Unternehmen

Ein Bäckereibetrieb im Haus Moritzstraße Nr. 6 ist in den Meißner Adressbüchern von 1895 bis 1950 nachweisbar. Um 1895 gründet der Bäckermeister Woldemar Oskar Zoche im Haus Moritzstraße Nr. 6 eine Bäckerei und betreibt das Unternehmen bis 1903. Von 1904 bis 1909 ist der Bäckermeister Johann Friedrich Schmidt der Inhaber und von 1910 bis 1915 ist es der Bäckermeister Oskar Berge.

Ab 1916 übernimmt Otto Zschoche den Bäckereibetrieb und um 1926 ist der Bäckermeister Kurt Gebhardt der Geschäftsinhaber. Um 1935 ist der Bäckermeister Walter Nitzsche der Inhaber geworden und führt das Geschäft weiter.

Auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde um 1950 die Bäckerei von Walter Nitzsche geführt. Wann der Bäckereibetrieb im Haus Moritzstraße Nr. 6 aufgegeben wurde ist nicht bekannt.[2]

Bäckerei Zschoche

Neben Brot, Brötchen, Semmeln und Meißner Zeilen, waren verschiedene Obstkuchen, Pfannkuchen und die Meißner Bäbe, sowie die bei den Kindern beliebten Kuchenränder im Angebot. Als Hausspezialität ist beispielsweise der Kirschkuchen zu erwähnen.

Die Hausfrauen konnten beim Bäcker Zschoche auch ihre vorbereiteten Kuchen zum sogenannten „Abbacken“ in die Bäckerei bringen. Ein weiteres Spezialgebiet des Hauses war jedoch in der Vorweihnachtszeit die Hausbäckerei für Christstollen. Dazu wurden die Zutaten von den einzelnen Familien für die Stollen zum Bäcker Zschoche gebracht. In der Bäckerei wurden die Stollen zubereitet und gebacken. Danach konnte man die fertigen Stollen abholen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen und der Vororte Maisatal und Lercha, Ausgabe 1924, S. 274.
  2. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1893 bis 1950.