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Pfannkuchen (Beispielfoto).

Die Bäckerei Knecht, war um 1924 ein Bäckergeschäft mit einer Hausbäckerei für Christstollen im Meißner Stadtteil Triebischtal in der Nähe vom Bahnhof Meißen Triebischtal.

Das Bäckereigeschäft befand sich damals im Wohnhaus Hirschbergstraße Nr. 60 (vorher Haus Nr. 639 E 7) und wurde 1924 vom Bäckermeister Bruno Knecht geführt. Der Bäckermeister B. Knecht war in dieser Zeit auch der Hausbesitzer.[1]

Das Unternehmen

Ein Bäckereibetrieb im Haus Hirschbergstraße Nr. 60 ist in den Meißner Adressbüchern von 1890 bis 1950 nachweisbar. Der Bäckermeister Franz Hermann Geißler gründete im neuerbauten Haus um 1890 eine Bäckerei und betrieb sie selbst bis um 1891. Danach wechselten oft die Bäckermeister.

  • 1892 bis 1893 Julius Adam
  • 1893 bis 1895 Ernst Otto Bundesmann
  • 1896 bis 1899 Alwin Trampler
  • 1899 bis 1909 Franz Hunger
  • 1910 bis 1911 Otto Neumann
  • 1912 bis 1915 Reinhold Köhler
  • 1916 bis 1920 Bruno Schwenke

Ab 1921 hatte der Bäckermeister Bruno Knecht die Arbeit in der Backstube aufgenommen. Er führt den Bäckereibetrieb noch bis in die 1950er Jahre hinein. Auch danach gibt es im Haus stets eine Bäckerei, welche bis um 1990 betrieben wurde.

Bäckerei Knecht

Neben Brot, Brötchen, Semmeln und Meißner Zeilen, waren verschiedene Obstkuchen, Pfannkuchen und die Meißner Bäbe, sowie die bei den Kindern beliebten Kuchenränder im Angebot. Die Hausfrauen konnten beim Bäcker Knecht auch ihre vorbereiteten Kuchen zum sogenannten „Abbacken“ in die Bäckerei bringen. Beliebt und bekannt waren dort einst die Pfannkuchen und Amerikaner, sowie die Eierschecke. Kuchen wurde beim Bäcker Knecht ausschließlich in runden Formen gebacken.

Die Spezialität des Hauses war jedoch in der Vorweihnachtszeit die Hausbäckerei für Christstollen. Dazu wurden die Zutaten von den einzelnen Familien für die Stollen zum Bäcker Knecht gebracht. In der Bäckerei wurden die Stollen zubereitet und gebacken. Danach konnte man die fertigen Stollen abholen.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen und der Vororte Maisatal und Lercha, Ausgabe 1924, S. 189.
  2. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1887/88 bis 1950.