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Mohnkuchen mit Streusel und Zuckerguss.

Die Bäckerei Hänsel, war um 1924 ein Bäckergeschäft mit einer Hausbäckerei für Christstollen im Meißner Stadtteil Triebischtal an der Ecke zur Wittigstraße.

Das Bäckereigeschäft befand sich damals noch im Haus Reichsplatz Nr. 3 (vorher Haus Nr. 649 B 13) und wurde 1924 vom Bäckermeister Franz Hänsel geführt.[1]

Der heutige Wilhelm-Walkhoff-Platz wurde mehrfach in seiner Geschichte umbenannt. Das Haus mit der Bäckerei gehörte zunächst zum „Bismarckplatz“, ab 1923 war es der „Reichsplatz“ und ab 1933 der Adolf-Hitler-Platz. Den heutigen Namen bekam der Platz an der Lutherkirche am 16. Mai 1945.

Das Unternehmen

Ein Bäckereibetrieb im Haus Nr. 3 ist in den Meißner Adressbüchern von 1900 bis 1950 nachweisbar. Der Bäckermeister Franz Hänsel gründete um 1903 die Brotbäckerei. Er hatte in dieser Zeit die Räume der um 1900 gegründeten Pfefferküchlerei von Alfred Eichler im Haus übernommen.

Bäckerei Hänsel

Neben Brot, Brötchen, Semmeln und Meißner Zeilen, waren verschiedene Obstkuchen, Pfannkuchen und die Meißner Bäbe, sowie die bei den Kindern beliebten Kuchenränder im Angebot. Die Hausfrauen konnten beim Bäcker Hänsel auch ihre vorbereiteten Kuchen zum sogenannten „Abbacken“ in die Bäckerei bringen. Beliebt und bekannt waren dort einst die Streuselschnecken und Amerikaner, sowie der Mohnkuchen.

Die Spezialität des Hauses war jedoch in der Vorweihnachtszeit die Hausbäckerei für Christstollen. Dazu wurden die Zutaten von den einzelnen Familien für die Stollen zum Bäcker Hänsel gebracht. In der Bäckerei wurden die Stollen zubereitet und gebacken. Danach konnte man die fertigen Stollen abholen.

Franz Hänsel führt das Unternehmen bis nach 1939 und übergibt dann an seinen Sohn Arno Hänsel.[2] Arno Hänsel führt die Bäckerei dann noch bis zum Ende der 1970er Jahre. Danach wurde das ehemalige Ladengeschäft zum Wohnraum umgebaut.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen und der Vororte Maisatal und Lercha, Ausgabe 1924, S. 167.
  2. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1900 bis 1950.