Bäckerei Dölitzsch
Die Bäckerei Dölitzsch, war um 1924 ein Bäckergeschäft mit einer Hausbäckerei für Christstollen im Meißner Stadtteil Triebischtal in der Nähe der Moritzstraße.
Das Bäckereigeschäft befand sich im Wohnhaus Talstraße Nr. 18 (vorher Haus Nr. 651 E 2 b) und wurde 1924 vom Bäckermeister Karl Otto Dölitzsch geführt. K. O. Dölitzsch war in dieser Zeit auch der Hausbesitzer.[1]
Das Unternehmen
Ein Bäckereibetrieb im Haus Talstraße Nr. 18 ist in den Meißner Adressbüchern von 1885 bis 1950 nachweisbar. Gegründet wurde im Haus ein Bäckereibetrieb bereits nach 1880 vom Bäckermeister Philipp Gustav Schittelkop. Der Bäckermeister Karl Otto Dölitzsch hatte später um 1905 das Haus und die Bäckerei vom Hausbesitzer und Bäckermeister Philipp Gustav Schittelkop übernommen und weitergeführt.
Noch vor dem Jahre 1935 hatte dann der Sohn Oskar Dölitzsch die Bäckerei übernommen und Karl Otto Dölitzsch war in den Ruhestand gegangen. Er blieb jedoch noch Hausbesitzer bis mindestens 1950.
Bäckerei Dölitzsch
Neben Brot, Brötchen, Semmeln und Meißner Zeilen, waren verschiedene Obstkuchen, Pfannkuchen und die Meißner Bäbe, sowie die bei den Kindern beliebten Kuchenränder im Angebot. Die Hausfrauen konnten beim Bäcker Dölitzsch auch ihre vorbereiteten Kuchen zum sogenannten „Abbacken“ in die Bäckerei bringen. Beliebt und bekannt waren dort einst die Streuselschnecken und Amerikaner, sowie die Eierschecke.
Die Spezialität des Hauses war jedoch in der Vorweihnachtszeit die Hausbäckerei für Christstollen. Dazu wurden die Zutaten von den einzelnen Familien für die Stollen zum Bäcker Dölitzsch gebracht. In der Bäckerei wurden die Stollen zubereitet und gebacken. Danach konnte man die fertigen Stollen abholen.
Auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg um 1950 gibt es im Haus Talstraße Nr. 18 die Bäckerei Dölitzsch, geführt von Oskar Dölitzsch. Hausbesitzer ist noch immer Karl Otto Dölitzsch. Wann die Bäckerei geschlossen wurde ist unbekannt. Heute gibt es im Haus kein Geschäft mehr. Das ehemalige Bäckereigeschäft wurde für Wohnraumzwecke umgebaut.[2]
Literatur
- Verschiedene Adressbücher der Stadt Meißen.