Bäckerei Alfred Rendler

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An einer Bäckerei um 1900 (Beispielfoto).

Die Bäckerei Alfred Rendler war 1950 eine Bäckerei mit einer Hausbäckerei für Christstollen im Meißner Stadtteil Triebischtal an der Talstraße.

Die Bäckerei befand sich im Haus Talstraße Nr. 48 (vorher Jacobistraße Haus Nr. 645 H II) in der Nähe der Ilschnerstraße.[1] Der letzte Bäckermeister im Haus Talstraße Nr. 48 war in den 2020er Jahren André George.

Das Unternehmen

Das Ladengeschäft hatte ein großes Schaufenster zur Talstraße. Auf dem Hof befand sich die Backstube mit Backofen. Einen Bäckereibetrieb gab es im Haus bereits nach 1885 und kann in den Meißner Adressbüchern bis zum Jahre 1950 belegt werden.

Das Unternehmen wurde nach 1885 vom Bäckermeister Johannes Stephan Bernlocher gegründet und eröffnet. Er führte den Bäckereibetrieb noch bis nach 1908. Ab 1910 ist nun Theodor Butzer der Bäckermeister und J. St. Bernlocher war in den Ruhestand getreten. Th. Butzer führte die Bäckerei bis 1913 und übergibt danach an den Bäckermeister Alfred Rendler.[2]

Bäckerei A. Rendler

Die Bäckerei A. Rendler führte ein umfangreiches Sortiment an Backwaren. Neben Brot, Brötchen, Knüppel, Semmeln und Meißner Zeilen, waren verschiedene Obstkuchen, Pfannkuchen und die Meißner Bäbe, sowie die bei den Kindern beliebten Kuchenränder im Angebot. Begehrt war auch der sogenannte "Nougat-Riegel", welcher auf Vorbestellung verkauft wurde.

Die Hausfrauen konnten beim Bäcker Rendler auch ihre vorbereiteten Kuchen zum sogenannten „Abbacken“ in die Bäckerei bringen. Die Spezialität des Hauses war jedoch in der Vorweihnachtszeit die Hausbäckerei für Christstollen. Dazu wurden die Zutaten von den einzelnen Familien für die Stollen zum Bäcker Rendler gebracht. In der Bäckerei wurden die Stollen zubereitet und gebacken. Danach konnte man die fertigen Stollen abholen.

Ab den 1970er Jahren wurde die Bäckerei im Triebischtal von H. George geführt, welcher das Geschäft später an den Sohn André George übergab. Aktuell befindet sich die Bäckerei A. George seit 2024 am Hahnemannsplatz nachdem der einstige Betrieb im Triebischtal aufgegeben wurde.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adreßbuch Meißen, Ausgabe 1950, S. 64.
  2. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1895 bis 1950.