Automaten-Fabrikation Oswald Reimann

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Werbeanzeige der Meißner Automaten-Fabrikation Oswald Reimann um 1916.

Die Automaten-Fabrikation Oswald Reimann, eigentlich „Hermann Oswald Reimann“, war ein Spezial-Geschäft für den Waren-Automaten der Marke „Missnia“ und eine Verkaufsstelle für Fahrräder in Meißen. Das Geschäft befand sich um 1916 in der Altstadt im Wohnhaus Leipziger Straße Nr. 6, in der Nähe vom Theaterplatz.

Inhaber vom Geschäft war der Mechaniker Hermann Oswald Reimann, welcher zudem mit Nähmaschinen handelte. Bekannt war O. Reiman auch durch das erste Kino der Stadt Meißen geworden, welches sich um 1907 als „Kinematographisches Theater“ im Wohnhaus Gerbergasse Nr. 9 befand.[1]

Das Unternehmen

Der Mechaniker O. Reimann stellte vorwiegend den Waren-Automaten „Missnia“ her und reparierte Fahrräder in der eigenen Werkstatt. Er kaufte auch ständig Fahrräder an und handelte mit Zubehörteilen. Die hergestellten Waren-Automaten der Marke „Missnia“ gab es lange Zeit an einigen Fassaden der Häuser im Stadtzentrum. Beispielsweise am Hahnemannsplatz, aber auch in der Weinschenke Gebhardts Weinschank auf dem Plossenberg. Vorwiegend wurden über die Automaten Süßigkeiten, wie Schokolade verkauft.

Das Geschäft ist in den Meißner Adressbüchern von 1902 bis 1937 nachweisbar und hatte viele Adressen. Es befand sich zunächst um 1902 im Haus Theaterplatz Nr. 14, ab 1906 im Haus Leipziger Straße Nr. 31. Das Unternehmen war dann um 1912 in das Wohnhaus Leipziger Straße Nr. 25 umgezogen. Um 1916 gab es die Werkstatt im Haus Leipziger Straße Nr. 6 und ab 1935 im Haus Leipziger Straße Nr. 27.

Offenbar wurde im Jahre 1938 das Fahrrad-Geschäft aufgegeben, Im Adressbuch Meißen-Stadt von 1939 gibt es nun im Haus Leipziger Straße Nr. 27 die Werkstatt vom Kraftfahrzeugmeister Alfred Reimann.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Einwohnerbuch der Stadt Meißen und der Vororte Maisatal und Lercha, Ausgabe 1916, S. 292.
  2. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1902 bis 1937.