Augustiner-Chorherren
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

Das Konvent der Augustiner-Chorherren vom „Augustiner-Chorherrenstift St. Afra“ wurde bereits 1205 durch Bischof Dietrich II. mit Zustimmung des Domkapitels und unter Zusicherung des Schutzes dieser Einrichtung durch den Landesherren, den Markgrafen Dietrich, gestiftet. Mutterkloster war das Augustiner-Chorherrenstift auf dem Lautersberg (heute Petersberg) bei Halle.
Geschichte
Der Konvent erhielt die Pfarrrechte und das Einkommen der Afrakirche. Der Konvent erhielt das Recht zur Einrichtung einer Schule für 12 Schüler zwecks Ausbildung von Chorknaben sowie die damalige „Marienkirche“, die Vorgängerkirche der heutigen Frauenkirche am Markt und deren Einkünfte.
Die Augustiner-Chorherren waren Weltpriester. Sie lebten in einer klösterlichen Gemeinschaft und vorwiegend von der Seelsorge. Sie bekamen mit der Zuordnung der Frauenkirche aber auch die Pfarrrechte über die Stadt Meißen. Die im Jahre 1205 begründete Klosterschule verfügte ab 1279 oder 1289 über 24 Schulstellen, wobei mit diesem Privileg die Bedingung verbunden war, dass weder in der Afraschule noch in der Domschule Schüler aufgenommen werden durften. Die Rektoren der Schulen hatten sich darüber zu verständigen.
Ab Ende des 14. Jahrhunderts war die Schule offenbar auch eine öffentliche Pfarrschule für Meißner Bürgersöhne. Im Jahre 1539 wurde die Afraschule geschlossen und gleichzeitig eine städtische Lateinschule gegründet. Die Anzahl der Augustiner-Chorherren war in Meißen nie groß. Im Jahre 1360 waren es 11 Augustiner-Chorherren und 1392 waren es 18.
Zur Reformation wurde in den Gebäuden des säkularisierten Afraklosters 1543 die fürstliche Landesschule St. Afra im Klosterhof eröffnet.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 94 und 95.