Amtsgerichts-Gefängnis Domplatz Nr. 4

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Das Haus Domplatz Nr. 4.

Das ehemalige Amtsgerichts-Gefängnis Domplatz Nr. 4 befindet sich auf dem Burgberg der Stadt Meißen. Das Gebäude wurde 1609 als schmuckloser Zweckbau im Stil der Spätgotik errichtet. Das Haus besitzt einen Seitenflügel und zudem ein Hintergebäude um einen Hof. Zeitweise wurde das Haus auch als Amtsgerichts-Gefängnis genutzt. Das Gebäude befindet sich aktuell im Umbau.

Das Gebäude auf dem Domplatz ist ein Einzeldenkmal und gehört zur Sachgesamtheit Burgberg Meißen.

Geschichte

Ursprünglich befanden sich auf dem Areal zwei Domherrenhäuser, welche 1609 das Hochstift Meißen für 400 Gulden an den Syndikus Paul Seyfried verkaufte. Die beiden Häuser wurden abgerissen und an ihrer Stelle ein Neubau mit Innenhof errichtet. Der Neubau diente als „Quartier und Logierung durchreisender Herrschaften und deren Offiziere“. Der Spekulationsbau lohnte sich allerdings kaum denn das Haus wurde schon 1624, nun allerdings für 4000 Gulden an das Prokuraturamt verkauft.

Ab dem Jahre 1828 wurde das Haus als „gemeinschaftliche Amtsfronfeste“ (Gefängnis) für verschiedene Meißner Ämter (Kreisamt, Prokuraturamt, Schuljustizamt) genutzt. Ab 1879 war dort das „Amtsgerichts-Gefängnis“ untergebracht, welches ab Mitte 1900 umgebaut wurde. Zuletzt gab es im Gebäude 45 Zellen, die für 1-, 2- und 3-Personen vorgesehen waren. Das Gefängnis war für insgesamt 100 Personen ausgelegt. Im Jahre 1962 hat man das Gefängnis geschlossen. Von 1986 bis Ende 2005 war dort das Depot und die Verwaltung vom Stadtmuseums untergebracht. Seit 2006 befindet sich das Gebäude in privater Hand.[1]

Galerie

Die Fotos zeigen den Zustand des Gebäudes zum Tag der Architektur Sachsen 2025.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 61.