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Die Figur Münchhausen auf der fliegenden Kanonenkugel. Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.

Alexander Struck (* 14. Dezember 1902 in Meißen; † 1990 ebenda)) war ein Bildhauer, Medailleur, Plaketten- und Porzellankünstler sowie ein Manufakturist. Er zählt mit zu den Künstlern, welche an der Gestaltung von Porzellanmedaillen der Porzellanmanufaktur Meißen beteiligt waren.[1]

Leben und Werk

Alexander Struck wurde 1902 in Meißen an der Elbe geboren. Nach seiner Schulzeit beginnt er 1917 an der noch „Königlichen Porzellan-Manufaktur Meißen“ eine sechsjährige Lehrzeit als Modelleur. Nach dem erfolgreichen Lehrabschluss ist er als Modelleur an der Meißner Manufaktur im Triebischtal tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist A. Struck ab 1946 Mitglied im künstlerischen Beirat der Porzellanmanufaktur der „SAG Zement“. Nach einem Studium an der Dresdner Akademie war er bis 1968 als Modelleur und freischaffender Mitarbeiter für die Manufaktur tätig. Er schuf vor allem Genre-, Märchen-, Trachten- und Tierfiguren, beispielsweise die Porzellanfiguren:

  • Die sieben Schwaben
  • Eichhörnchen
  • Schneider Wibbel
  • Münchhausen auf der fliegenden Kanonenkugel
  • Eulenspiegel
  • Bauernpaar beim Erntetanz

Er ist ebenfalls als Lehrausbilder tätig und arbeitet viele alte Formen aus der Gründerzeit der Manufaktur auf.[2]

Medaillen für die Porzellanmanufaktur Meißen

In seiner Zeit an der Porzellanmanufaktur Meißen erstellt er einige Entwürfe und Modelle für Porzellanmedaillen und Plaketten. Beispielsweise lieferte er 1955 Entwurf und Modell zur keramischen Jahresplakette aus Böttger-Steinzeug „Münchhausen auf Kanonenkugel“. Von der Großplakette werden nur 100 Exemplare ausgeformt.[3]

Im Jahre 1968 geht Alexander Struck in den Ruhestand. Er verstirbt in seiner Heimatstadt Meißen im Jahre 1990.

Literatur

  • Otto Walcha: Meissner Porzellan. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Verlag der Kunst Dresden, Dresden, 1973, ISBN 3-364-00012-3.
  • Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988.

Einzelnachweise

  1. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 461.
  2. ↑ Otto Walcha: Meissner Porzellan. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Verlag der Kunst Dresden, Dresden, 1973, S. 207, 211, 461, 496; Abb. 237.
  3. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 317 und 440.