Albert Niethammer

Albert Niethammer (1833-1908), eigentlich Ludwig Albert Julius Niethammer, war ein sächsischer Unternehmer und Betreiber einer Papierfabrik im sächsischen Kriebstein. Er gehörte mit zu den wohlhabenden sächsischen Fabrikanten, welche in großer Zahl im Dombauverein zu Meißen vertreten waren. Er war ein Vorstandsmitglied des Dombauvereins zu Meißen.

Albert Niethammer wurde am 29. September 1833 in Reichenberg geboren. Er engagierte sich besonders in politischen und gesellschaftlichen Ämtern. Als Unternehmensgründer hatte er sich sein Vermögen selbst erarbeitet und vertrat stets die Meinung, dass Besitz auch Verantwortung bedeutet. Er gründete 1856 gemeinsam mit dem Unternehmer Friedrich Kübler die Papierfabrik „Kübler & Niethammer zu Kriebstein“. Das Unternehmen entwickelte sich recht bald zum bedeutendsten sächsischen Papierhersteller.

Zudem war er Mitglied der Zweiten Kammer des sächsischen Landtags und war auch in zwei Wahlperioden ein Abgeordneter im Reichstag. Der Fabrikant trug den Titel eines Geheimen Kommerzienrates und war Ehrenbürger der sächsischen Stadt Waldheim.

Im Jahre 1905 wurde Albert Niethammer von der Technischen Hochschule Dresden die Ehrendoktorwürde verliehen und 1895 wurde er zum Ritter I. Klasse des königlich sächsischen Verdienstordens ernannt. Albert Niethammer verstirbt am 17. April 1908 in Kriebstein.[1][2][3][4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 90 bis 95, 132 bis 141, 216 bis 221.
  2. ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 639, 640 und ab 676 (online).
  3. ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 151, 154 bis 159, 161, 163 und 172.
  4. ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58 bis 61.