Übung der Freiwilligen Feuerwehr Cölln (1886)

Übungsskizze vom 3. September 1886.

Am 3. September 1886 fand eine Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Cölln-Vorbrücke-Niederfähre am Bahnhof Meißen statt.

Übungsablauf am Bahnhof Meißen

Abends 7 Uhr 5 Minuten (19:05) wurde die Freiwillige Feuerwehr Cölln-Vorbrücke-Niederfähre zu einer Hauptübung alarmiert. Als Brandobjekt war der Güterboden des Bahnhofes Meißen angenommen.

Die Bahnhofsspritze gab bereits vom Hydranten (e) entnommenes Wasser, als die Spritze 3 eintraf und in kurzer Zeit Wasser vom Brunnen (f) des Bäckermeisters Fritzsche, direkt auf das Dach vom Güterboden brachte. Spritze 1 und 2 wurden vor der Güterexpedition aufgefahren und erhielten beide Wasser von dem an der Elbe aufgefahrenen Zubringer mittels 2 Schlauchleitungen, jede ca. 300 Meter lang.

Genau 7 Uhr 35 Minuten (19:35) war Elbwasser für beide Spritzen in genügender menge vorhanden, sodass von nun an alle Spritzen gemeinsam arbeiten konnten. Der Rohrführer gab von Spritze 2 Wasser von der am Giebel stehenden Stützenleiter (c) während die übrigen Rohrführer auf Anstellleitern (a. b. d.) postiert waren. Versuchsweise wurde nun die Spritze 3 vorsichtshalber noch am Hydranten aufgefahren und dann jedoch festgestellt, dass das Wasser für 2 Spritzen völlig ausreicht.

Der Hauptübung wohnten der Herr Regierungs-Assessor Gilbert, die Herren Bahnhofsvorstände, sowie die Gemeinderats- und Feuerlösch-Ausschussmitglieder, außerdem ein sehr zahlreiches Publikum bei. Um 7 Uhr 45 Minuten (19:45) ließ Feuerwehrdirektor Oeser die allgemein beifällig aufgenommene Übung abbrechen.[1]

Literatur

  • Sächsische Feuerwehr-Zeitung, Verlag H. Simon in Cölln-Elbe, 1. Jahrgang, Nr. 11, vom 12. September 1886.

Einzelnachweise

  1. Sächsische Feuerwehr-Zeitung, Verlag H. Simon in Cölln-Elbe, 1. Jahrgang, Nr. 11, vom 12. September 1886, S. 83.