Älteste Ansicht von Meißen

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Älteste Stadtansicht nach Hiob Magdeburg von 1558. (Großfoto)

Aus dem Jahre 1558 stammt die Älteste Ansicht von Meißen. Die Stadtansicht wurde als Holzstich von „Hiob Magdeburg“ (1518-1595) geschaffen und in der Münsterschen Cosmographie mehrfach abgedruckt. Hiob Magdeburg war von 1541 bis 1569 Lehrer an der Fürstenschule in Meißen.

In seiner Darstellung ist das Werk gleichermaßen Stadtansicht und Stadtplan und es werden insgesamt 52 Örtlichkeiten verbal bezeichnet. Zudem gibt es noch zwei Ölgemälde, auf denen die Stadt in gleicher Weise dargestellt wird. Ein Gemälde wurde ebenfalls 1558 geschaffen und darauf sind 17 Örtlichkeiten verbal bezeichnet. Das andere Gemälde ist anonym und stammt aus dem Jahre 1610. Darauf sind 39 Örtlichkeiten bezeichnet. Es ist zu vermuten, dass es sich dabei um eine durch Ergänzungen aktualisierte Kopie des Gemäldes von 1558 handelt. Ob es von Hiob Magdeburg tatsächlich stammt ist leider nicht belegt. Die Kopie befindet sich heute im Stadtmuseum Meißen.

Das Bild

Die Bildüberschrift lautet „Misena Hermundurorum urbs“ („Meissen Stadt der Hermunduren“). Die „Hermunduren“ waren ein germanischer Volksstamm, welche auch als „Elbgermanen“ bezeichnet wurden. Links davon befindet sich das kursächsische Wappen und rechts oben in Spiegelansicht das Meißner Wappen. Unter der Stadtansicht die Erläuterung der einzeln nummerierten 52 Örtlichkeiten

Hiob Magdeburg gab auf seinem Bild mit Sorgfalt die Reize vieler einzelner Häuser wieder. Die Ansicht ist zudem auch noch heute eine wichtige Quelle zur Baugeschichte der Stadt Meißen.[1][2][3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 324, 428, 434, 451, 455 und 466 (online).
  2. Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 54.
  3. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 313.