Wohnhaus Fleischergasse Nr. 2

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Das Wohnhaus Fleischergasse Nr. 2 befindet sich in Nähe vom Markt, der Görnischen Gasse und dem Roßmarkt in der Altstadt von Meißen. Die Fleischergasse ist heute eine von Touristen bevorzugte Route zur Frauenkirche, zum Tuchmachertor und zum Rathaus.

Wohnhaus Fleischergasse Nr. 2.

Die Fleischergasse wurde schon von alters her so genannt. Bereits im 14. und 15. Jahrhundert sollen hier die angesehenen Angehörigen der Fleischerzunft, welche damals die Vorherrschaft im Rathaus innehatten, gewohnt haben. Der Vorgängerbau vom Meißner Rathaus stand einst an der Ecke Fleischergasse/Markt. Schon ab 1329 hatten die Inhaber der „Meißner Fleischbank“ ihren „Kerzenunschlitt“ (gereinigter Talg aus Rinder- oder Hammelfett) für Kerzen an die Klöster zu liefern.[1] In der Straße befinden sich bemerkenswerte Bürgerhäuser sowie Handwerkshäuser aus der Zeit der Renaissance.

Wohnhaus Fleischergasse Nr. 2

Das Wohnhaus wurde in geschlossener Bebauung und mit Hinterhäusern um 1600 errichtet. Später wurde das Haus überformt. Die Hinterhäuser sind von 1869. Es handelt sich um einen im Kern verbliebenen schlichten Renaissancebau mit einer straßenbildprägenden Putzfassade und einigen Zierelementen. Zudem gibt es im Erdgeschoss einen Ladeneinbau. Der Hauszugang ist als Portal gestaltet mit einer klassizistischen Eingangstür. Der Zugang befindet sich ebenfalls an der Fleischergasse. Die Zugangstür ist aus Holz und hat zwei Flügel mit Oberlicht. Die beiden Türflügel haben Fenster mit Ziergitter.

Das Haus ist städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 74, 75, 205, 206, 221, 312, 324, 460, 619 und 621 (online).
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 84.