Viktor von Schroeter
Viktor von Schroeter (1838-1927) war nach Adolf Wach der dritte Vorsitzende des Dombauvereins zu Meißen und wohnte auf Schloss Bieberstein bei Nossen. Er vertrat im Dombauverein die Beamtenschaft und den Adel des Königreiches Sachsen. In seiner Funktion war er ein Vorstandsmitglied des Dombauvereins zu Meißen.
Viktor von Schroeter stammte vom Leibarzt der Herzöge von Sachsen Johann Schroeter ab. Zudem leitete sein Vater als erster Rektor die Universität Jena und wurde später in den ritterlichen Adelsstand erhoben. Viktor von Schroeter wohnte bei Nossen auf Schloss Bieberstein und hatte dort ein Rittergut. Ausgebildet wurde er an der Universität Leipzig und wurde ein Jurist und Verwaltungsfachmann. Er leitete von 1894 bis 1903 die Amtshauptmannschaft Meißen.
Die einst 1842 gebaute neugotische Balustrade am Meißner Dom wurde 1903 abgenommen. Viktor von Schroeter ließ sich damals auf eigene Kosten das Geländer nach Schloss Bieberstein transportieren. Noch heute schmücken dort Teile der einstigen Dom-Balustrade als Brückengeländer den Schlossgarten.[1]
An der Vollendung der Meißner Domtürme soll er sich nur wenig beteiligt haben. Viktor von Schroeter verstirbt im Jahre 1927.[2][3][4][5]
Literatur
- Vorstand des Meißner Dombauvereins: Zur Erinnerung an die Feier der Wiederherstellung der Westtürme des Domes, Vorstand des Meißner Dombauvereins, Druck: C. E. Klinkicht & Sohn, Meißen, 1908.
- Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929 (online).
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
- Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 90 bis 95.
- ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 90 bis 95, 132 bis 141, 216 bis 221.
- ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 639, 640 und ab 676 (online).
- ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 151, 154 bis 159, 161, 163 und 172.
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58 bis 61.