Stadtwiki Meißen:Recherche
Auf dieser Seite kannst du Fragen zu unklaren Sachverhalten rund um Meißen stellen. Zum Beispiel kannst du hier Fotos hochladen, bei denen du nicht weißt, wer darauf zu sehen ist oder wo sie aufgenommen wurden. Gemeinsam versuchen wir, mehr Informationen zu finden und offene Fragen zu klären.
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Offene Fälle
Asche Karl und Marie
Hauptartikel: Asche Karl und Marie


Bei eBay wird eine Postkarte von Karl und Marie Asche verkauft, deren Qualität besser zu sein scheint als die des bislang im Artikel verwendeten Bildes. Die Postkarte stammt aus dem Jahr 1905 und zeigt im Hintergrund eine Landschaft mit Häusern, während das aktuelle Foto keinerlei Hintergrund hat.
Auf der Rückseite steht „Atelier Schröbler“. Im Netz findet man Hinweise auf „Fotografie Richard Schröbler“ mit der Adresse Dresdner Straße 5, allerdings wird das nicht der Fotograf selbst gewesen sein, sondern dessen Sohn. In alten Adressbüchern, wie dem von 1906 (https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/82292/195), taucht ein „Georg Max Schröbler“ auf, der ebenfalls Fotograf auf der Dresdner Straße 5 war. Das passt zeitlich. Erst 1916 wird Richard Schröbler an der gleichen Adresse erwähnt (https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/80351/278), höchstwahrscheinlich also der Sohn, der das Geschäft übernommen hat.
Frage: Wer waren die Fotografen Schröbler? Philipp (Diskussion) 17:27, 23. Mai 2025 (CEST)
- Zur Frage „Max Schröbler“ und „Richard Schröbler“
- 1904: In der Dresdner Straße Nr. 5 ist im Adressbuch von 1904 noch ein „Photograph Delling“ (Hugo Delling) eingetragen. Allerdings als Mieter, denn sein Geschäft befand sich 1904 im „Hirschhaus“ am Markt. Dort war es vermutlich ein Geschäft für Herrenartikel.
- 1906: Im Jahre 1906 wohnt H. Delling in der Wettinstraße Nr. 10. Er hat nun bereits zwei Geschäfte. 1. Geschäft am Markt Nr. 2. 2. Geschäft Dresdner Straße Nr. 5. Das Haus Dresdner Straße Nr. 5 ist offenbar zwischen 1904 und 1906 in den Besitz von Georg Max Schröbler, Photograph, übergegangen. G. M. Schröbler kam aus Reichenbach in Schlesien. Er wird 1906 als Hausbesitzer der Dresdener Straße Nr. 5 geführt. Hugo Delling ist jedoch auch noch dort als „Photograph“ aufgeführt. In der gleichen Ausgabe, Kapitel „Berufsklassen- und Gewerbebetriebe“, wird in der Dresdner Straße Nr. 5 ein Max Schröbler als Photograph aufgeführt.
- Ich vermute dazu: Es waren in dieser Zeit in der Dresdner Straße Nr. 5 offenbar zwei Photographen ansässig, Delling und M. Schröbler. Einer mit Geschäft im Parterre und einer mit einem Atelier in der Wohnung. Oder H. Delling hatte bereits aufgehört dort als Photograph zu arbeiten.
- 1908: H. Delling wohnt 1908 nun als Photograph in der Wettinstraße Nr. 10. Er hat Geschäfte für Herrenartikel in der Neugasse Nr. 8 sowie der Elbstraße Nr. 31. Einen „Schröbler“ gibt es 1908 als „Einwohner“ nicht. In der Dresdner Straße Nr. 5 taucht nun kein „Schröbler“ mehr auf, dafür jedoch der Photograph Hugo Delling. Max Schröbler ist auch kein Hausbesitzer mehr, sondern nun ein Bruno Herzog (Baumeister). Unter „Berufsklassen- und Gewerbebetriebe“ gibt es aber wieder einen Photographen Max Schröbler, Dresdner Straße Nr. 5 mit dem Inhaber Lindenberg. Also verwirrend ist die Sache schon!
- 1910: Die Sache lichtet sich 1910. H. Delling ist weiter in der Wettinstraße Nr. 10. Nur zur Info, der Nachfolger von Hugo Delling wird der Photograph Adolf Eugen Heckmann sein. 1910 wird ein Photograph Richard Schröbler mit einem Atelier in der Dresdner Straße Nr. 5 benannt. Seine Wohnung ist Gartenstraße Nr. 20. Besitzer vom Haus Dresdner Straße Nr. 5 ist nun wieder G. M. Schröbler aus Reichenbach in Schlesien, gemeinsam mit Baumeister Bruno Herzog. G. M. Schröbler wohnte also nicht in Meißen. Im Parterre betreibt Richard Schröbler ein Photographen-Atelier.
- 1912: Richard Schröbler wohnt nun nicht mehr privat in der Gartenstraße, sondern im Haus Dresdner Straße Nr. 7. Das Atelier ist weiter in der Dresdner Straße Nr. 5 im Parterre. Hausbesitzer nun allein Bruno Herzog.
- 1914: Richard Schröbler wohnt weiter in der Dresdner Straße Nr. 7 in der vierten Etage zusammen mit dem Privatus Karl Ferdinand Schröbler und Hermann Schröbler (Verkäufer). Er hat weiter sein Photo-Atelier im Haus Nr. 5 im Parterre. Besitzer vom Haus Nr. 5 ist nun wieder Georg Max Schröbler.
- 1916: Photo-Atelier und Privatwohnung dto.
- 1921: Richard Schröbler- Atelier weiter im Haus Dresdner Straße Nr. 5. Auch die Wohnung ist nun in der Dresdner Straße Nr. 5. Es gab einen Hausbesitzerwechsel an Max Frohberg, Zigarrenhändler mit Geschäft im Haus.
- 1924: Richard Schröbler wird nicht mehr aufgeführt. Im Haus Dresdner Straße Nr. 5 gibt es keinen Photographen mehr. Auch als Einwohner wird Richard Schröbler nicht mehr aufgeführt. Es gibt noch im Haus Hohe Straße Nr. 7 als Besitzerin eine Marie Schröbler verwitwete Privata. Sie wohnt zusammen im Haus mit Erna Schröbler, einer Organistin und Musiklehrerin. Vermutlich handelt es sich hierbei um Frau und Tochter vom Photographen Richard Schröbler, welcher offenbar verstorben ist. Später gibt es Fotografien mit dem Aufdruck „Atelier-Kaessler, früher Schröbler, Meissen, Dresdner Straße 5“.
- Mehr konnte ich bisher nicht zusammentragen. Gruß Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 22:38, 25. Mai 2025 (CEST)
Gänsejungen-Brunnen
Hauptartikel: Gänsejungen-Brunnen
Der Gänsejungen-Brunnen, entworfen von Emil Paul Börner zur Tausendjahrfeier, sollte mit einer Figur des dummen Jungen von Meißen und vier wasserspeienden Gänsen auf dem Kleinmarkt vor der Stadtbücherei errichtet werden. Jedoch wurde er aus unbekannten Gründen nie realisiert.
Frage: Warum wurde der Brunnen nie verwirklicht? Philipp (Diskussion) 22:28, 25. Mai 2025 (CEST)
- Antwort: Es war zur Feier 1929 noch mehr von E. P. Börner geplant, jedoch nicht alles wurde umgesetzt. Der Gänsejungen-Brunnen ist ein trauriges Beispiel, da das Projekt schon in der Vollendung war. Mir ist bekannt, dass man sich damals im Stadtrat um den Standort stritt. Gruß Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 22:44, 25. Mai 2025 (CEST)
- Auf Seite 279 (Glossar) der Publikation „Auf den Punkt gebracht …“ von Jürgen Schärer (Meißen 2000) findet sich beim Stichwort „Tausendjahrfeier“ eine recht ausführliche Erklärung, warum der Brunnen und andere Vorhaben nicht verwirklicht wurde. Lieber @Numismatikus vom Triebischtaler, du gibst diese Publikation als Quelle in mehreren Artikeln an, weswegen ich davon ausgehe, dass du sie besitzt. Ggf. kannst du den Artikel entsprechend erweiteren? Alternativ kann ich das auch bei Gelegenheit machen; Frau Braun von den historische Sammlungen der Manufaktur hat mir die entsprechende Seite als Scan zur Verfügung gestellt. (Übrigens hat sie mir auch ein Foto des Modells zur Verfügung gestellt, was ich eben in den Artikel eingebunden habe.) Philipp (Diskussion) 23:31, 22. Jul. 2025 (CEST)
- Lieber @Philipp, zunächst Danke für das eingestellte Foto mit dem Modell. Es ist eine wahre Bereicherung. Für mich zeigt es, dass dort tatsächlich viele politische Diskussionen im Vordergrund standen. Doch weder ich noch der Buchautor waren damals dabei. Ich bin der Meinung, die politischen Parteiunstimmigkeiten haben im Artikel nichts verloren. Wir selbst sollten und können auch nur neutral die gesamte Angelegenheit aus unserer heutigen Sicht betrachten und schildern. Das ist aber nur meine Meinung dazu. Aufgreifen könnte man jedoch die Tatsache, dass man auch später die Ideen nicht wieder aufgriff. Denn auch beim umgesetzten „Kaendler-Brunnen“, kochte man wieder sein eigenes Süppchen. Warum? Vermutlich war und ist E. P. Börner der Grund dafür. Ohne Belege zu erbringen wird er auch noch heute, sogar in Dissertationen, in einer bestimmten Schublade abgelegt. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 16:36, 23. Jul. 2025 (CEST)
Nagelsäule
Hauptartikel: Nagelsäule
Die Nagelsäule war ein hölzernes Kriegswahrzeichen des Ersten Weltkriegs, das ab 1915 auf dem Schulplatz stand und durch Spendenaktionen in Form von symbolischen Nagelungen Gelder für Kriegerfamilien sammelte.
Frage: Was geschah mit der Nagelsäule nach dem Ende der Nagelungen? Philipp (Diskussion) 22:06, 27. Mai 2025 (CEST)
Historische Hydranten
Hauptartikel: Historische Hydranten
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Meißen mehrere Oberflurhydranten, von denen nur noch wenige existieren.
- Frage: An welchen weiteren Standorten stehen noch historische Hydranten?
- Frage: Wo wurden die Hydranten hergestellt?
Philipp (Diskussion) 22:06, 27. Mai 2025 (CEST)
- Zusatzfrage:
3. Frage: Stehen die beiden im Stadtbild von Meißen verliebenen historischen Hydranten bereits auf der Denkmalliste vom Freistaat Sachsen? Vermutlich nicht und es sollten entsprechende Anträge gestellt werden. --Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 21:47, 14. Okt. 2025 (CEST)
Meißens „tote Augen“
Hauptartikel: Meißens „tote Augen“ (Initiative)
Zur Initiative Meißens „tote Augen“ ab Mai 1994 in der Meißner Altstadt fehlen noch weitere Infos und vor allem Fotos (Bitte dabei Urheberrechte beachten).
- Frage: In welchen Straßen gab es noch gemalte Kunstwerke?
- Frage: Welche Künstler waren noch an der Initiative beteiligt?
- Frage: Was wurde aus den Kunstwerken im Freien?
Philipp (Diskussion) 16:17, 3. Jun. 2025 (CEST)
- Ein Zeitungsbericht von 2008 beantwortet die Fragen zumindest teilweise. Von den „mehr als ein Dutzend Künstler[n]“, die Teil der Initiative waren, werden folgende namentlich genannt:
- Außerdem besagt der Artikel, dass die Bilder im Depot der Roten Schule eingelagert sind. Allerdings erschien der Artikel vor deren Sanierung, sodass unklar ist, ob sich die Werke aktuell immer noch dort befinden. Philipp (Diskussion) 12:07, 4. Jun. 2025 (CEST)
- Danke, na das ist ja schon einmal eine „heiße Spur“. Ich werde schon einmal die fehlenden Künstler im Artikel nachtragen. Eventuell kann uns hier der Kollege MeissenFieber behilflich sein? Vermutlich gibt es dazu auch noch Fotos aus der Zeit. Interessant wären auch die Namen der Kunstwerke, man könnte es im Artikel mit erwähnen. Ich denke, wir sollten j e t z t die Fakten dazu sammeln und einordnen, denn noch finden sich Anhaltspunkte. Gruß Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 00:13, 5. Jun. 2025 (CEST)
- Ich habe gestern am Rande einer Infoveranstaltung zum Ausbau der Görnischen Gasse mit @MeissenFieber und Andreas Ehret gesprochen und folgende neue Hinweise bekommen:
- Die Aktion wurde von Monika Janke initiiert (oder betreut), damals Kulturamtsleiterin; vielleicht weiß sie noch mehr?
- Die Aktion begann nicht erst im Mai 1994, sondern schon eher, spätestens 1993.
- Die Sächsische Zeitung veröffentlichte einen ausführlichen, zweiseitigen Artikel zu der Aktion. Dort waren auch Fotos vieler (vermutlich aber nicht aller) Bilder abgedruckt. Vielleicht wissen Lokalredakteure oder -fotografen mehr? Ggf. gibt es die Fotos noch in den Archiven.
- Weitere beteiligte Künstler waren Wolfram Leonhardi und Herbert Janke. Mit den 10 anderen und der Aussage, dass es „ein Dutzend Künstler“ waren, sollten wir doch jetzt alle beisammen haben, oder?
- Einige der Bilder wurden später als Rückseite von Weihnachtsmarkt-Buden verwendet; vielleicht weiß der Gewerbeverein mehr?
- Philipp (Diskussion) 12:48, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Ich habe gestern am Rande einer Infoveranstaltung zum Ausbau der Görnischen Gasse mit @MeissenFieber und Andreas Ehret gesprochen und folgende neue Hinweise bekommen:
Stadtbad Meißen
Hauptartikel: Stadtbad Meißen

Auf dem Gelände und im Schwimmbereich des Stadtbades standen einige künstlerisch gestaltete Keramikfiguren, die Seerobben und Frösche mit Fischen zeigten.
Frage: Was geschah mit den Figuren nach der Schließung des Bades im Jahr 2002? Philipp (Diskussion) 22:20, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Man sollte beim Freizeitbad Wellenspiel in Meißen anfragen. Eventuell wurden die Figuren dort mit integriert? Ich übernehme die Nachfrage. Ergebnis folgt. Gruß vom Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 23:02, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Meine Anfrage dort wurde nicht oder konnte dort nicht beantwortet werden. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 15:21, 16. Jun. 2025 (CEST)
Triebischbrunnen
Im Haus Uferstraße Nr. 4 befindet sich die Gaststätte & Pension „Am Triebischbrunnen“. Die Die Denkmaldatenbank des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen sagt: „Wohnhaus in offener Bebauung und Ecklage, mit Mauerumfriedung, Hintergebäude und Brunnen im Hof […].“
- Frage: Was hat es mit diesem Brunnen auf sich? Wird er nur aus Marketingzwecken von der Pension „Triebischbrunnen“ genannt?
- Frage: Ist es ein natürlicher oder künstlicher Brunnen?
- Frage: Seid wann gibt es diesen Brunnen?
Philipp (Diskussion) 23:28, 10. Jul. 2025 (CEST)
- Antwort: Es gibt einen Brunnen auf dem Grundstück Wohnhaus Uferstraße Nr. 4. Der Brunnen befindet sich auf dem Hof vom Grundstück Uferstraße Nr. 4. Er wird offenbar von der in der Nähe fließenden Triebisch gespeist. Die Bezeichnung „Triebischbrunnen“ wird heute vermutlich auch werbewirksam eingesetzt. Der Name bezieht sich hier auf den Fluss „Triebisch“ (wird von dort gespeist) und „Brunnen“ (bezieht sich auf die Brunnenanlage). Soweit meine Theorie dazu. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 17:28, 6. Aug. 2025 (CEST)
Gedenktafeln im Stadtpark


Im Stadtpark gibt, bzw. gab es zwei Gedenktafeln (hier und hier). Beide Tafeln sind nicht mehr vorhanden, nur die steinerne Einfassungen sind noch übrig geblieben.
- Frage: Was war Inhalt der beiden Tafeln?
- Frage: Wann und von wem wurden die Tafeln aufgestellt?
- Frage: Wann und von wem wurden die Tafeln entfernt?
- Frage: Was ist mit den Tafeln danach passiert?
Philipp (Diskussion) 23:28, 10. Jul. 2025 (CEST)
- Das Foto Nr. 1 mit der einstigen ovalen Tafel zeigt vermutlich den ehemaligen Standort der sogenannten „Eiche für den Fürstenstamm Wettin“ an.
Das Foto Nr. 2 (mit der Bank) zeigt vermutlich die sogenannte „Wettinhöhe“. Siehe dazu Verschönerungsverein „Naturfreund“.
- 1889: Im nordöstlichen Teil vom Stadtpark wird ein Erinnerungsplatz an das 800-jährige Herrscherjubiläum der Wettiner angelegt und am 15. Juni 1889 als „Wettinhöhe“ eingeweiht. Dort befand sich auch eine eingefasste gusseiserne Gedenktafel mit der Inschrift „Zur Erinnerung an die 800-jährige Regierungsjubelfeier des Sächsischen Fürstenhauses Wettin, gewidmet vom Verschönerungsverein „Naturfreund“. Die Gedenktafel wurde nach 1945 entfernt. Zugänglich war die Wettinhöhe über einen angelegten Zickzack-Weg. Es gab am Ort zwei Bänke und einen Pavillon, dazu eine extra gepflanzte Eiche für den Fürstenstamm Wettin. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 23:22, 12. Jul. 2025 (CEST)
Geheimnis „Hahneburg“
Hauptartikel: Hahneburg

Zur sogenannten Hahneburg im Triebischtal am Hang gegenüber vom Bahnhof Meißen Triebischtal fehlen noch immer konkrete Angaben. Was war das für ein Haus? Ein Meißner Fotograf hatte sich vor einiger Zeit dieser Thematik angenommen, doch genaues kam dabei nicht heraus.
- Frage: Was war im Haus? Eine Gaststätte?
- Frage: Wer hat dort noch nach 1945 gewohnt oder hat die Wirtschaft betrieben?
- Frage: Welcher Hausnummer wurde die „Hahnburg“ zugeordnet?
- Frage: War es tatsächlich die Gaststätte „Zum Heiteren Blick“?
- Frage: Wer war und ist heute Grundstückseigentümer und warum kam es um Verfall?
- Frage: Was wurde aus der Turmkugel? Wurde sie geborgen?
Interessant ist dabei auch die Turmkugel. Auf dem Foto ist sie noch zu sehen. Wurde sie geborgen und was war der Inhalt? Jeder Hinweis zählt! Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 21:43, 23. Jul. 2025 (CEST)

Anzeige "Restaurant Heiterer Blick" aus dem Adressbuch der Stadt Meißen 1910 - Es finden sich Hinweise auf Besitzer/Betreiber des Restaurants „Heiterer Blick“/„Zum heiteren Blick“, die vor der im Abschnitt „Theorie“ genannten Familie Pötzsch lebten. Hier in chronologischer Auflistung:
- Adressbuch 1880: Ein Jul. Petritz, Schänk- und Speisewirth, besitzt das Haus Eisenbahnweg 636D I (heute Hirschbergstraße 28) und wohnt auch dort.
- Adressbuch 1895: Ein Johann Gottlob Lippmann, Gastwirth, besitzt das Haus Hirschbergstraße 28 und wohnt auch dort.
- Adressbücher 1898/1899, 1900, 1902, 1904, 1906, 1908, 1910: Ein Johann Ernst Handrick, Gastwirth, bzw. Restaurateur (1904), bzw. Gastwirt (ab 1906), besitzt das Haus Hirschbergstraße 28 und wohnt auch dort.
- Im Adressbuch 1910 schaltet Johann Handrick eine Anzeige für sein Restaurant (siehe Foto). Das ist die früheste Verbindung der Adresse Hirschbergstraße 28 mit dem Restaurant „Heiterer Blick“.
- Adressbücher 1912, 1914, 1916: Auguste Handrick verw[itwet], Restaurationsinhaberin, bzw. Gastwirtin (ab 1914), besitzt das Haus Hirschbergstraße 28 (ab 1916 „Handricks Erben“) und wohnt auch dort. Ihr Mann Johann muss also zwischen 1910 und 1912 verstorben sein.
- Adressbuch 1921: Auguste Handrick wird nicht mehr erwähnt, muss also verstorben sein. Stattdessen wird nur eine Emma Handrick, Fabrikarbeiterin, erwähnt. Sie muss entweder Tochter von Auguste oder Frau/Witwe des Sohnes Bruno ein, der bis dahin auch immer als in der 28 wohnhaft eingetragen war, aber zwischen 1916 und 1921 gestorben sein muss (vielleicht gefallen im Ersten Weltkrieg). Ab hier ist Eduard Pötzsch als Besitzer eingetragen, womit die Chronologie im Abschnitt „Theorie“ des Artikels weitergeführt wird.
- Was heißt das jetzt für die Hahneburg? Leider nicht viel. Wir wissen, dass seit mindestens 1880 durchgehend Restaurantbetreiber in der Hirschbergstraße 28 gewohnt haben, was die Vermutung nahe legt, dass auch so lange ein Restaurant an diesem Ort betrieben wurde. Wir wissen aber nicht, ob die Hahneburg 1880 schon stand.
- Ein „Fun Fact“ am Rande: In der Zeitschrift „Modelleisenbahner“ wurde Jahr 2003 eine Anleitung zum Bau der Hahneburg als Modell in den Ausgaben 2003/07 und 2003/08 der veröffentlicht: Teil 1 und Teil 2. Ich habe den Autor des Beitrags zu erreichen versucht, ebenso wie einen Mann, der 2020 unter einem Blogbeitrag von Mystic Moments Fotografie kommentierte, neben der Hahneburg gewohnt zu haben und alle Anwohner gekannt zu haben. Bislang warte ich bei beiden aber noch auf eine Antwort. Philipp (Diskussion) 00:52, 30. Aug. 2025 (CEST)
- Danke für Deine Recherche. Laut der Werbeanzeige befand sich die Gaststätte allerdings in der Hirschbergstraße 28. Was wir nicht wissen, hatte die Hahneburg etwa die gleiche Hausnummer (28)? Ich glaube nicht. Welcher Hausnummer war und ist die Haneburg heute zugeordnet? --Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 23:41, 30. Sep. 2025 (CEST)

Beginn des Treppenwegs von der Hirschbergstraße zum KGV „Am Lerchahang“ - Hier ist mein aktueller Stand der Nachforschungen: Anfang September war ich vor Ort, um mir ein eigenes Bild der Lage zu machen. Aktuell ist der Treppenweg gesperrt, der zwischen den Häusern Hirschbergstraße 28 und 29 schräg an der Hahneburg vorbei zur Kleingartenanlage „Am Lerchahang“ führt (siehe nebenstehendes Bild). Also bin ich über den Lerchaweg zur Kleingartenanlage gegangen und habe dort mit einem Mitarbeiter gesprochen. Er zeigte mir freundlicherweise einen anderen Weg von oben zur Ruine. (Die Hahneburg ist in einem noch schlechteren Zustand als 2014 …) Zuvor erzählte er mir, dass das Gebäude der Erbengemeinschaft der Gärtnerei Walther gehört.
- Daher nahm ich bald darauf Kontakt mit Katrin Leuchtenberger, der Tochter von Fritz Walther, auf. Sie konnte mir einige interessante Details zur Hahneburg berichten, vor allem, dass die Hahneburg nicht die Gaststätte „Zum heiteren Blick“ war. Im Besitz der Erbengemeinschaft der Gärtnerei Walther befindet sich das Gebäude aber nicht:
- […] Ich erinnere mich dunkel, dass mir mein Vater von einem Zweig der Familie Walther erzählt hat, mit dem sich seine Eltern, wenn nicht sogar schon seine Großeltern entzweit hatten - und dass dieser Zweig in Bezug zur Hahnenburg steht.
- Unsere Familie hat leider keine Unterlagen zur Hahnenburg.
- Eben habe ich mir den vorhandenen Beitrag angesehen. Die Gaststätte Zum Heiteren Blick ist die Hirschbergstraße 28, keinesfalls die Hahneburg, das weiß ich sicher aus den Erzählungen meines Vaters. Der Heitere Blick war eine gemütliche Restauration mit sonntäglichem Tanz zur Kaffeezeit und liebevoll bewirtschafteter Gartenterrasse, mindestens noch, während mein Vater Kind war.
- Zu der Zeit sei auch die Hahneburg noch bewohnt gewesen. Die Bewohner hätten es schwer gehabt, weil die Burg ja nirgends angebunden war - keine Stromleitung, keine Gasleitung führte hin, Wasser kam aus einer Zisterne. Selbst den schrägen Weg sollen sich die Leute aus eigener Kraft so verbreitert und geschottert haben, dass man mit Pferd und Wagen und später mit einem Auto heran fahren konnte. Bemerkenswert war der stabile Keller, ein Tonnengewölbe, von dem man noch Reste sehen kann oder konnte.
- (Ich bin als Kind öfters da herum geklettert und liebte den abgeschiedenen Ausguck.)
- Die Bewohner sollen sogar versucht haben, auf der Hausseite Richtung Stadt in der Spitzkehre des Weges einen Garten anzulegen zur Selbstversorgung, was aber laut meinem Vater „nichts geworden ist“. Die wirtschaftlichen Verhältnisse seien eher schwierig gewesen.
- Von einer florierenden Wirtschaft da habe ich nie etwas erfahren.
- Mindestens einmal soll der Blitz ins Gebäude eingeschlagen haben, wenn nicht sogar zweimal. Es waren auf jeden Fall verkohlte Balken zu sehen.
- Der Wetterhahn vom Turm sei (mehrere Male) gestohlen worden oder bei dem Blitzschlag und Brand verloren gegangen und noch einmal von den Besitzern neu gemacht worden. Der sei dann verschwunden, nachdem die Besitzer das Gebäude aufgegeben hatten, weil das Leben zu umständlich, schwierig und dadurch auch teuer war. Das ist wohl auch der Grund, warum alle Ideen, das Gebäude wiederzubeleben, bisher gescheitert sind.
- Das ist alles, woran ich mich aus den Erzählungen erinnere. […]
- Ich bin Frau Leuchtenberger sehr dankbar für diese Informationen und dafür, dass wir sie zitieren dürfen. Es ist auch hilfreich zu wissen, welchen Spuren man nicht weiterfolgen muss. Als Nächstes werde ich Kontakt zu dem Landwirt Lerchaweg 13 aufnehmen, der laut einem Mitarbeiter des KGV sehr viel über das Triebischtal weiß. So viel für heute … Philipp (Diskussion) 23:07, 9. Nov. 2025 (CET)
- Herzlichen Dank für Deine Recherche und auch einen herzlichen Dank an Fr. Leuchtenberger, die Auskünfte bringen ja doch etwas Licht in die Angelegenheit. Die Gärtnerei Walther ist auch mir noch gut bekannt. Die Gaststätte Heiterer Blick ist damit raus und ich werde den Text "anpassen". Ich konnte mir bisher eben nicht vorstellen, dass man den Namen "Heiterer Blick" in der Hirschbergstraße für eine Restauration wählt. Was kann man vom Haus den auch groß sehen? Da passte für mich der Name eher zur Hahneburg. Doch nun ist ja einiges geklärt. Trotzdem ist eine Gaststätte für mich noch nicht ganz erledigt. Zahlreiche Fotos um 1900 sprechen dafür. Dort sind Menschen im Garten und Fahnenschmuck. Eventuell bringt der Landwirt uns auch zum Thema neue Infos. Nochmals vielen Dank und Grüße von Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 23:50, 9. Nov. 2025 (CET)
- Die hochinteressanten Ausführungen von Fr. Leuchtenberger werfen allerdings wieder Fragen auf. Fakt ist nun, das oder die Gebäude an der Hahneburg waren lange bewohnt.
- Wo und in welchen Adressbüchern hatte man aber die dort wohnenden Personen erfasst? Lercha? Die Gemeinde Lercha kam ja bekanntlich erst am 1. Januar 1928 nach Meißen. Grenzlinien auf alten Karten ordnen das Gebiet der Hahneburg aber nach Meißen zu. Auf alten Ansichtskarten ist die Hahneburg ab 1897 nachweisbar. Aber die dort wohnenden Menschen müssen ja irgendwo erfasst und aufgeführt sein, denn Adressbücher sind schon ab 1880 erschienen.
- Wozu gab es den in Resten erhaltenen „stabilen Keller mit Tonnengewölbe“? Auch der später „selbst geschotterte Weg“ spricht eher für eine Bewirtschaftung.
- Wenn in die Gebäude mehrfach der Blitz eingeschlagen hatte und es sogar zu größeren Bränden gekommen war, sollte es der FFW Meißen garantiert bekannt gewesen sein.
- Als erstes nehme ich mir einmal die Adressbücher von Lercha vor. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 16:32, 10. Nov. 2025 (CET)
- Ich habe es inzwischen geschafft, telefonisch Kontakt zu Herrn H. aufnehmen (alle Namen mir bekannt, aber aus Datenschutzgründen nicht ausgeschrieben), der neben der Hahneburg gewohnt hat (siehe meinen Beitrag vom 30.08.2025). Er verfügte wohl über Fotos und Dokumente zur Hahneburg, die er aber entweder vor Jahrzehnten bereits an jemanden verschickt hat, der sich für die Hahneburg interessierte, als Artikel veröffentlicht hat, bzw. inzwischen alles übrige vernichtet hat. Wer der Empfänger war und in welcher Form die Veröffentlichungen stattfanden, konnte ich nicht herausfinden; er war leider (aufgrund seines hohen Alters und mir unklarer Resignation) kaum auskunftsbereit. Er teilte mir jedoch mit, dass die Hahneburg ein reines Wohnhaus war (und erwähnte, bzw. bestätigte, dass der Treppenweg neben dem ehemaligen Restaurant „Zum heiteren Blick” beginnen würde). Außerdem erzählte er, dass in seiner Kindheit ein Mann dort wohnte, der als Leichenträger arbeitete und vor dem die Nachbarskinder Angst hatten und dass der schräge Weg im Volksmund „Hahneburgweg” genannt wurde.
- Fast zeitgleich, aber unabhängig davon, nahm ich Kontakt zu dem Landwirt U. auf (siehe meinen Beitrag vom 09.11.2025), der mir tatsächlich weiterhelfen konnte. So nannte er mir die Namen einiger ehemaliger Bewohner: Familie Estler und Frau Ruppmann. Er bestätigte, dass Herr Estler von Beruf Leichenträger war. Laut seiner Aussage war Witwe Estler die letzte Bewohnerin. Sie wohnte im Hinterhaus und zog ca. 1970/75 aus. Er konnte mir auch sagen, dass ein Cousin von Fritz Walther (von der Gärtnerei Walther), ehem. Angestellter der Porzellanmanufaktur, Eigentümer der Hahneburg ist oder war. Damit bestätigte er Frau Leuchtenberger Aussage, dass ein anderer Zweig der Familie Walther in Bezug zur Hahneburg steht. Eine Tochter dieses Cousins soll wohl in Berlin leben. Er erwähnte auch, dass die Hahneburg das älteste Gebäude im Triebischtal sei.
- Wenn es die Zeit zulässt, will er weitere Unterlagen zur Hahneburg rausuchen und sich wieder bei mir melden.
- Zuletzt nannte er mir eine Frau D., ebenfalls wohnhaft auf der Hirschbergstraße, die mir weitere Informationen geben könne. Frau D. bestätigte viele der Aussagen, aber vor allem konnte sir mir sagen, welche Adresse die Hahneburg hatte: Hirschbergstraße 16. Laut den Adressbüchern ist das die Ortslistennummer 639. (Inzwischen wurde diese Nummer einem später gebauten Haus zugewiesen.)
- Alle Aussagen der drei Zeitzeugen lassen sich anhand der Adressbücher bestätigen; Estler, Ruppmann und Walther sind in verschiedenen Adressbüchern (ab 1908) als Besitzer, bzw. Bewohner der Hirschbergstraße 16 eingetragen. Anhand der Ortslistennummer können wir im Urbar (der sich mit den Adressbüchern deckt) sogar noch weiter als bis 1880 zurückgehen, nämlich bis 1835. Der Urbar bezeichnet das Gebäude aber simpel als „Haus” in der „Mühlen Aue”: http://digital.slub-dresden.de/id1738776921/850; passt das für das älteste Haus im Triebischtal?
- Damit können wir folgende Fragen mit einiger Sicherheit beantworten:
- Frage: Was war im Haus? Eine Gaststätte? Nein, zumindest nicht ab ca. 1940. Aber auch in den früheren Adressbüchern finden sich keine Hinweise auf eine Gastwirtschaft oder passende Berufsbezeichnungen der Bewohner.
- Frage: Wer hat dort noch nach 1945 gewohnt oder hat die Wirtschaft betrieben? Für 1950 siehe entsprechendes Adressbuch: http://digital.slub-dresden.de/id384671365-19500000/143.
- Frage: Welcher Hausnummer wurde die „Hahnburg“ zugeordnet? Hirschbergstraße 16, Ortslistennummer 639.
- Frage: War es tatsächlich die Gaststätte „Zum Heiteren Blick“? Nein.
- Frage: Wer war und ist heute Grundstückseigentümer und warum kam es um Verfall? Eigentümer. (Johannes?) Walther und/oder Tochter in Berlin. Verfall: Siehe Erklärung von Frau Leuchtenberger.
- Philipp (Diskussion) 23:58, 7. Jan. 2026 (CET)
- Damit können wir folgende Fragen mit einiger Sicherheit beantworten:
- Also, eine umfangreiche Recherche, welche ich nachvollziehen kann. DANKE für die Fleißarbeit. Ich glaube, der Nebel um die "Hahneburg" lichtet sich doch schon etwas. Es stellen sich mir noch einige Fragen.
Frage: Was bedeutet "neben" der "Hahneburg" gewohnt? Wo genau wohnte Herr H.?
Frage: Warum und wie kam es zum Namen/Bezeichnung "Hahneburg"?
Im Adressbuch 1887/88 ist die Besitzerin der "Hahneburg" die Witwe "Christiane Friederike Krauße", welche offenbar die "Hahneburg" bis 1890 an den Neubesitzer "Karl Mittag", Schmiedemeister aus Löthain inkl. Neben- und Seitengebäude verkauft hat. Im Adressbuch 1906 wird dann leztmalig die Fam. Mittag als Besitzer erwähnt. Erst ab 1908 ist "Georg Estler", ein Bürstenmacher, der Besitzer der Gebäude "Hahneburg.
Frage: Wer war die Witwe Ch. F. Krauße?
Mit der Druckerei E. H. Krauße aus Meißen hat die Dame nicht in Verbindung gestanden. Meine neue Theorie: Die "Hahneburg" in ihrer Form mit Turm gab es erst ab ca. 1875. Vor dieser Zeit gab es den markanten Bau auf Fotos (Ansichtskarten) oder Grafiken noch nicht! Es gab in dieser Zeit offenbar nur die kleinen Seiten- und Nebengebäude, welche der Ortslistennummer 639 oder später der Hirschbergstraße Nr. 16 zugeordnet waren. Vermutlich wurde das Gebäude der Hahneburg mit Turm erst um 1875 neu errichtet. Es könnte sich beim Bauherren um den Mann der Ch. F. Krauße handeln, welcher offenbar noch vor der Vollendung vom Bau oder kurz nach der Vollendung verstorben ist. Vermutlich war der Bau damals noch gar nicht fertig. Es wäre dann auch die Erklärung warum es dort keinen Strom und andere Versorgungsleitungen gab.
Frage: Warum hat man den Bau so markant errichtet?
Wollte man doch einen geplanten Gaststättenbetrieb eröffnen, wozu es dann durch den Tod von Herrn Krauße nicht mehr kam?
Zur Mär "beruflich Leichenträger" möchte ich anmerken, dass Herr Estler stets in den Adressbüchern als "Bahn- bzw. Reichsbahnangestellter" geführt wurde. Natürlich kann er da durchaus auch als "Leichenträger" fungiert haben, aber dann nebenberuflich. Leichenträger war noch nie ein Beruf von dem man eine Familie ernähren konnte. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 00:17, 11. Jan. 2026 (CET)
Nikolaisteg oder Nicolaisteg?
Hauptartikel: Nikolaisteg (Straße)
Laut Stadtlexikon Meißen ist der amtliche Name der Straße „Nikolaisteg“, aber in Medien und Kartendiensten wird immer „Nicolaisteg“ verwendet (OpenStreetMap).
Frage: Welche Schreibweise ist korrekt? Philipp (Diskussion) 21:05, 10. Aug. 2025 (CEST)
- Schon im Werk „Tausend Jahre Meißen“ von H. Kröger (1929) wird der „Nikolaisteg“ mit „k“ geschrieben. Siehe dazu Seite 654 und 716. In den modernen Medien- und Kartendiensten ist so einiges fehlerhaft. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 22:39, 10. Aug. 2025 (CEST)
Zuckerhut und Diebeskeller
Der „Zuckerhut“ (OpenStreetMap) ist ein Berg mit Aussichtspunkt im Triebischtal. Man findet online kaum etwas darüber, insbesondere nicht, warum die Erhebung so heißt.
In der Nähe befindet sich der „Diebeskeller“ (oder „Diebskeller“), ein kleines Seitental des Triebischtals (OpenStreetMap). Dort hat 1952 Rolf Mäser den ersten Naturlehrpfad Sachsens eingerichtet. Obwohl er darüber sogar ein kleines Heftchen herausgab (Digitalisat bei der SLUB), wird dieser Fakt nicht mal in seinem Wikipedia-Artikel erwähnt. In Heft 9 der Zeitschrift „Aus der Arbeit der Natur- und Heimatfreunde im Kulturbund zur Demokratischen Erneuerung Deutschlands“ von 1958 (Digitalisat bei der Hochschule Neubrandenburg) wird erwähnt, dass Mäser auf der „1. zentralen Beratung der Lehrpfadgestalter in Bad Freienwalde (Oder)“ den Naturlehrpfad „an Hand ausgezeichnete Farbdias“ präsentierte.
- Frage: Warum heißt der Zuckerhut so?
- Frage: Warum heißt der Diebeskeller so?
- Frage: Heißt es „Diebeskeller“ (Mäser) oder „Diebskeller“ (OpenStreetMap)?
- Frage: Ist der Naturlehrpfad noch erhalten, bzw. begehbar?
- Frage: Gibt es einen Nachlas Mäsers, und ggf. sogar noch die Dias?
Philipp (Diskussion) 21:05, 10. Aug. 2025 (CEST)
- Zu Frage 2: "Warum heißt der Diebeskeller so?" Der Autor (Mäser) gibt sie selbst auf Seite 4 im Buch. Im Volksmund erzählt man sich, dass in früheren Zeiten eine Diebesbande im unwegsamen Diebeskeller Unterschlupf fand und von da aus die Gegend unsicher machte. Die Schluchten konnten möglicherweise ein derartiges Quartier gewährt haben.
- Zu Frage 3: "Diebeskeller" ist für mich korrekt. "Diebskeller" dagegen ist vermutlich Volksmund. Oder es ist Sächsisch, oder gar beides! ;-) Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 23:00, 10. Aug. 2025 (CEST)
Raubschlößchen

Auf der Suche nach Informationen über die Hahneburg bin ich im Urbar der Stadt Meißen auf ein "Hauß, sogenannte[s] Raubschlößchen" gestoßen: http://digital.slub-dresden.de/id1738776921/851. Angeblich befand sich dieses Gebäude auf dem Eisenbahnweg 641, jetzt Hirschbergstraße 39.
Im Stadtarchiv gibt es nebenstehendes Foto eines Gemäldes von 1865. Auch gibt es in der Deutschen Fotothek ein Digitalisat einer Bleistiftzeichnung von 1870 mit dem Titel "Von Raubschlößchen ins Triebischthal, östlich.": https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/90062808/df_dk_0007450. Weitere Informationen findet man dazu nicht im Internet.
Laut den historischen Adressbüchern haben im Lauf der Jahre immer nur ein oder zwei Parteien im Haus 641 gewohnt. Das würde auf das zweigeschossige Haus links im Bild passen.
- Frage: Was war das für ein weitläufiges Areal neben dem Wohnhaus? Warum war es festungsartig angelegt?
- Frage: Gab es eine Neuvergabe von Hausnummern, oder ist die Hirschbergstraße 39 immer noch an der selben Stelle?
- Frage: Was zeigt die Bleistiftzeichnung in der Deutschen Fotothek genau? Diese entstand ja angeblich nur sechs Jahre nach dem anderen Bild, aber scheint etwas völlig anderes zu zeigen.
- Frage: Warum hieß es Raubschlößchen?
- Frage: Wann wurde es gebaut und von wem?
- Frage: Wann wurde es abgerissen/abgetragen/umgebaut? Es muss schon lange nicht mehr existieren, andernfalls würde man mehr Informationen darüber oder zumindest Erwähnungen finden.
Philipp (Diskussion) 23:37, 6. Nov. 2025 (CET)
- Meine Theorie zur Grafik „Raubschlößschen 1865“: Um 1293 wird im Triebischtal von Hopfengärten „under der aldenburc“ (gelegen an der „Altenburg“) berichtet. Gemeint ist damit offenbar das Gelände vom späteren „Gasthof zur Altenburg“ an der Hohen Eifer. Es soll dort einst eine teils mit Mauerwerk ausgerüstete und auf Befestigung hinweisende Terrassenanlage gewesen sein. Die Terrassen waren Hopfenanlagen (vergleiche dazu H. Gröger „Tausend Jahre Meißen“, S. 103, 428-430 und 623). Die weißen senkrechten Linien im Hintergrund könnten für einen Hopfenanbau und Terrassen sprechen. Bemerkenswert sind aber auch die Gebäude links hinter dem Haus. Dabei könnte es sich um die „Oberwalkmühle“ (6. Mühle bei der Altenburg) handeln. Interessant sind auch im Hintergrund die Gebäude auf dem Berg und der Steinbruch (Dobritz oder Korbitz?).
- Für mich spazieren die Leute (rechts in der Grafik) an der heutigen Talstraße nach links und damit stadtauswärts. Das burgartige Portal ist auf der Grafik geöffnet und hat kein Tor. Man hat also frei Zugang zum Gelände. Ich vermute hier die Stelle an der Talstraße, an der heute die Straße An der Hohen Eifer in Richtung Stadtwald abzweigt.
- Zur zweiten Grafik von 1870 melde ich mich noch zu Wort, wenn ich dazu mein Archiv gesichtet habe. Eine Verbindung zum Thema „Hahneburg“ vermute ich bisher nicht. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 01:37, 9. Nov. 2025 (CET)
- Ergänzung meiner Theorie zur Grafik „Raubschlößschen 1865“: Laut G. Naumann (Meißner Geschichte in Daten, S. 117) brannte am 11. Februar 1858 im Triebischtal das Gasthaus „Zur Altenburg“ vollständig ab. An dieser Stelle hat bereits – und das ist urkundlich belegt – seit 1293 ein Gebäude gestanden. Vermutlich war das Gebäude burgähnlich angelegt. Weiterhin findet sich im Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5. von G. Naumann auf der S. 345 eine Grafik von 1870 mit Blick in das Triebischtal am Jacobiwerk. Dort kann man im Hintergrund einige Gebäude an der heutigen Ossietzkystraße erkennen. Vor den Gebäuden steht eine burgähnliche Mauer. Die Grafik stammt dabei aus der Sammlung „Bartosch“. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 23:27, 9. Nov. 2025 (CET)
Fußgänger-Durchgang Franziskanerkirche
Hauptartikel: Fußgänger-Durchgang Franziskanerkirche

Zum Thema konnte ich kaum entsprechende Fotos finden, welche den Durchgang auch optisch belegen. Zudem ist auch noch das Datum der Eröffnung und der Schließung unbekannt. Es stellen sich folgende Fragen:
- Frage: Wann war die offizielle Eröffnung vom Durchgang?
- Frage: Wann war die offizielle Schließung vom Durchgang?
- Frage: Wie sah es innen im Durchgang aus? Stimmen die bisherigen Angaben im Artikel?
- Frage: Gibt es noch entsprechende Fotos?
Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 15:33, 31. Dez. 2025 (CET)
Erledigte Fälle
Asche Karl und Marie
Hauptartikel: Asche Karl und Marie
(Siehe auch oben)
Bei eBay wird eine Postkarte von Karl und Marie Asche verkauft, deren Qualität besser zu sein scheint als die des bislang im Artikel verwendeten Bildes. Die Postkarte stammt aus dem Jahr 1905 und zeigt im Hintergrund eine Landschaft mit Häusern, während das aktuelle Foto keinerlei Hintergrund hat.
Frage: Welche Landschaft, bzw. welcher Ort ist im Hintergrund des Fotos zu sehen? Philipp (Diskussion) 17:27, 23. Mai 2025 (CEST)
- Zur Frage „Hintergrund bei Asche Karl und Marie“: Ich habe mir die Ansichtskarte stark vergrößert und mit verschiedenen Filtern angesehen. Es bestätigt sich die Vermutung, dass es sich hierbei um eine Kulissen-Leinwand, ähnlich wie sie im Theater verwendet wird, handelt. Das Motiv darauf könnte also ein reines „Fantasie-Motiv“ sein. Einen Motiv-Bezug zur Stadt Meißen kann ich nicht bestätigen. Rechts hinter dem Kopf von Asche-Marie befindet sich ein zeltartiger Aufbau, welcher nicht typisch für die angenommene Gegend am Burgberg Meißen wäre. Zwischen den beiden Portraitierten gibt es ein kirchenähnliches Bauwerk mit Turm. Auch dieses Bauwerk ist für Meißen untypisch. Im Vordergrund der Kulisse ist zudem ein Gewässer oder ein Feld dargestellt. Typische Gebäude von Meißen sind nicht erkennbar. Gruß Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 22:38, 25. Mai 2025 (CEST)
- Danke! Damit sollte diese Frage gelöst sein und ich habe diesen Teilaspekt entsprechend als ersten Eintrag in „Erledigte Fälle” verschoben. Sollten wir irgendwann eines besseren Scans mit Hintergrund habhaft werden, sollten wir das bisherige Foto im Artikel damit ersetzen. 28 € ist es mir aber nicht wert. Philipp (Diskussion) 20:35, 9. Jun. 2025 (CEST)
Begrüßungs-Medaille für Meißner Neugeborene
Es betrifft einen von mir geplanten Artikel für Stadtwiki-Meißen. Dazu fehlen mir Infos. Trotz zwei Presseanfragen in Abständen bei der Pressestelle der Stadt Meißen, der Stadt Meißen, der Porzellanmanufaktur Meißen sowie der Meißner-Amtsblatt-Redaktion, erhielt ich keinerlei Antwort. Traurig, aber leider ist das so.
Es gibt eine Begrüßungs-Medaille aus Biskuitporzellan der Manufaktur Meißen ab 2008. Inzwischen ist dieses stadtverbundene schöne Geschenk zur Tradition geworden und gehört mit zur Geschichte der Stadt Meißen. Doch welche Infos fehlen noch?
- Frage: Zunächst benötige ich von der Medaille ein Foto von beiden Seiten. Eventuell gibt es solch eine Begrüßungs-Medaille schon im Haushalt und Ihr könnt Fotos beisteuern?
- Frage: Zudem ist wichtig in welcher Form die Medaille überreicht wird. Unverpackt oder im Etui? Gibt es dazu noch ein spezielles Anschreiben vom Oberbürgermeister oder Bürgermeister der Stadt Meißen?
- Frage: Es fehlen mir sämtliche technische Daten der Medaille. Durchmesser und Randbeschaffenheit (Rand glatt oder geriffelt?)
- Frage: Wer lieferte den Entwurf für das Motive? Avers: „Albrechtsburg“, Revers „Gänsejunge“
- Frage: Wie viele Exemplare wurden ab 2008 ausgegeben?
Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 22:52, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Inzwischen gab es Auskünfte der Stadt Meißen zum Thema, dazu auch Fotos. Ich kann nun einen Artikel vorbereiten. Daher in „Erledigte Fälle” verschoben. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 16:02, 27. Jun. 2025 (CEST)
- Artikel Begrüßungs-Medaille für Meißner Neugeborene ist online. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 16:15, 22. Juli. 2025 (CEST)
- Ich habe die Medaille wiedergefunden, die ich damals bei der Geburt meines Kindes bekam. Bei Gelegenheit werde ich Fotos des Anschreibens und des Etuis machen und in den Artikel einbauen, dann sollten alle Fragen beantwortet sein. Philipp (Diskussion) 23:31, 22. Jul. 2025 (CEST)
- @Philipp Perfekt! Könntest Du auch die Urkunde dazu etwas beschreiben? Leider bekam ich in dieser Richtung noch gar nichts vor die Augen. Die Medaille ist auch etwas ganz Besonderes. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 21:50, 23. Jul. 2025 (CEST)
Historische Hydranten
Hauptartikel: Historische Hydranten
(Siehe auch oben)
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Meißen mehrere Oberflurhydranten, von denen nur noch wenige existieren.
- Frage: Sind die Hydranten noch an das Wassernetz der Stadt angeschlossen?
Philipp (Diskussion) 22:06, 27. Mai 2025 (CEST)
- Laut schriftlicher Aussage der Meißner Stadtwerke via E-Mail sind „die historischen Oberflurhydranten (Am Steinberg und Nossener Str. 46) […] noch an das Wassernetz angeschlossen und auch in Betrieb.“ Philipp (Diskussion) 16:33, 14. Okt. 2025 (CEST)
Foto von Gustav Ludwig Crasso
Hauptartikel: Gustav Ludwig Crasso
Im Hauptartikel fehlt uns noch ein Portrait (Foto oder auch Grafik) von G. L. Crasso. Ich konnte bisher kein entsprechendes Foto finden. Kann hier einer helfen? Vielen Dank im Voraus --Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 21:30, 14. Okt. 2025 (CEST)

Gustav Ludwig Crasso (mit freundlicher Genehmigung des Stadtarchivs Meißen) - Ich habe bei der Freien Werkschule angefragt, weil sie ein Foto Crassos auch ihrer Webseite zeigen (hier), wenn auch in schlechter Qualität. Allerdings liegt es ihnen nicht in besserer Qualität vor. Daher habe ich im Stadtarchiv angefragt, weil das Foto auch im Stadtlexikon Meißen (Buch) verwendet wird und laut Bildnachweis aus dem Stadtarchiv kommt. Meine Anfrage wurde positiv beschieden und wir dürfen dieses Foto verwenden!
- Ich habe es bereits im Artikel eingebunden und verschiebe diesen Abschnitt daher zu den erledigten Fällen. Philipp (Diskussion) 20:56, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Vielen Dank für Deine Hilfe. Numismatikus vom Triebischtaler (Diskussion) 00:09, 18. Okt. 2025 (CEST)