Portal:Stadtteile und Orte
Die Stadt Meißen ist heute Große Kreisstadt und Sitz des Landkreises Meißen. Ihr Gebiet ist über Jahrhunderte gewachsen: aus der Altstadt unter dem Burgberg, den Vorstädten vor den Stadttoren und rund zwei Dutzend Dörfern, die zwischen 1901 und 1994 eingemeindet wurden. Dieses Portal führt durch diese Gliederung. Berge, Täler und Gewässer behandelt das Portal Natur & Landschaft.
Stadt und Stadtname
Woher der Name kommt, erklärt Der Name „Meißen“: Thietmar von Merseburg berichtet in seiner Chronik, dass Heinrich I. die Burg nach dem an ihrer Nordseite vorbeifließenden Bach Misni benannte.
Altstadt und Kernstadt
Als Altstadt gilt umgangssprachlich das einst von der Stadtmauer mit ihren Stadttoren umschlossene Gebiet, ohne die Freiheit auf dem Burgberg und ohne das Areal der Wasserburg. Cölln auf der rechten Elbseite war bis zum 1. Januar 1901 eine eigene Landgemeinde und ist heute der flächenmäßig größte Stadtteil. Der Name Triebischtal bezeichnet zugleich den Stadtteil und das Sohlental der Triebisch; hier steht die Porzellanmanufaktur Meißen. Zur Kernstadt gehören außerdem Bohnitzsch mit dem Elblandklinikum Meißen, Neudörfchen, Niederfähre, Vorbrücke, Fischergasse und Hintermauer.
Vorstädte und Amtsvorstädte
Die Meißner Vorstädte entstanden ab dem Mittelalter außerhalb der Stadtmauer; nur vor dem Lommatzscher Tor bildete sich keine. Ab 1446 setzte der Stadtrat dort Richter und Schöppen ein, vollberechtigte Stadtbürger wurden die Vorstädter aber erst mit der sächsischen Städteordnung von 1832. Die Görnische Vorstadt wuchs ab etwa 1500 vor dem Görnischen Tor entlang des alten Mühlwegs. Davon zu unterscheiden sind die Meißner Amtsvorstädte, also die den Meißner Ämtern unterstehenden Umlandgemeinden Niedermeisa, Obermeisa, Fischergasse, Hintermauer und Questenberg: politisch selbstständig, aber schon an die städtische Gas- und Stromversorgung angeschlossen.
Eingemeindete Dörfer und Ortslagen
Rechtselbisch kamen Niederspaar (1908) und Oberspaar (1912) hinzu, zusammen im Überblicksartikel Spaar behandelt, dazu Zaschendorf (1912), Zscheila (1914) mit der Trinitatiskirche auf dem Zscheilberg und Klosterhäuser (1937). Linkselbisch folgten Questenberg (1923) sowie 1928 das Meisatal mit Nieder- und Obermeisa, Lercha, Dobritz mit der Ortslage Buschbad (1950) und zuletzt 1994 Winkwitz mit Rottewitz und Proschwitz. Ältere Ortslagen ohne eigene Gemeindegeschichte sind Korbitz mit der Korbitzer Siedlung, Grünaue, Nassau, Rauhental, Siebeneichen, Richtplatz und der Ratsweinberg.
Kein Meißner Stadtteil, aber oft mit Meißen verbunden, ist Bockwen: der Ort gehört zur Gemeinde Klipphausen, war aber jahrhundertelang mit dem Schloss Siebeneichen verbunden.
Siedlungen des 20. Jahrhunderts
Die Kynastsiedlung entstand von November 1932 bis Dezember 1934 als sozialer Wohnungsbau mit 84 überwiegend Doppelhäusern; ihre Straßennamen Neue Hoffnung und Unverhofft Glück stammen aus dieser Zeit. Das Martinsviertel bildete sich ab 1860 um Martinstraße und Martinsbrücke. Auf der Höhe über der Stadt wuchs ab 1977 die Plossenhöhe, deren letzter Block 1984 übergeben wurde; die umgangssprachliche Bezeichnung Plossenberg ist älter. Die Häuser am Rand des Triebischtals sind über die Kategorie:Triebischvorstadt erreichbar.
Partnerstädte
Meißen unterhält sieben Städtepartnerschaften, aufgelistet im Artikel Partnerstädte. Die älteste besteht seit dem 3. Mai 1964 mit Vitry-sur-Seine bei Paris. 1979 folgte Arita in Japan, wo 1616 die japanische Porzellanherstellung begann; daran erinnert der Arita-Hain im Park Siebeneichen. Weiter kamen Fellbach (1987), Korfu (1996), Litoměřice (1996), Provo in Utah (2001) und Legnica (2017) hinzu.
Siehe auch
- Portal: Natur & Landschaft – Berge, Täler, Gewässer und Grünanlagen
- Portal: Straßen & Plätze – die Verkehrswege in den Stadtteilen
- Portal: Gebäude & Bauwerke – Bauten in den Stadtteilen
- Portal: Geschichte & Chronik – Eingemeindungen im Zeitverlauf
- Kategorie:Stadtteil, Kategorie:Ehemalige Gemeinde, Kategorie:Partnerstädte