Pfarrhaus der Frauenkirchgemeinde
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Das Pfarrhaus der Frauenkirchgemeinde befindet sich An der Frauenkirche Nr. 11 in der Nähe vom Markt und dem Tuchmachertor in der Altstadt von Meißen. Der Name „An der Frauenkirche“ gilt für das zweigeteilte Areal, welches sich direkt an der Frauenkirche befindet. Der Name gilt dabei auch für die heutige Grünanlage vom einstigen Kirchhof hinter der Frauenkirche am Tuchmachertor. Bis in das 19. Jahrhundert hinein ist das Gelände noch als „Kirchhof“ bezeichnet worden.
Zudem gehört zum Areal „An der Frauenkirche“ der kleine Platz vor dem Bahrmannschen Brauhaus, welcher noch 1682 den Namen „zur Heiligen Dreifaltigkeit“ trug. Bis 1885 änderte sich der Name noch mehrfach und am 5. September 1885 erhielt das gesamte Areal den Namen „Lutherplatz“. Da es in der ehemaligen selbstständigen Gemeinde Cölln ebenfalls einen „Lutherplatz“ gab und Cölln im Jahre 1901 nach Meißen eingemeindet wurde, änderte man in der Altstadt dann nochmals am 11. Dezember 1900 den Namen in „An der Frauenkirche“.
Pfarrhaus der Frauenkirchgemeinde
Das Pfarrhaus wurde 1914 in geschlossener Bebauung im Stil zwischen Späthistorismus und Heimatstil errichtet. Das Gebäude ist mit der Jahreszahl „1914“ bezeichnet. Der Architekt war William Becker. Das Gebäude ist das Gemeindehaus und Pfarramt der evangelischen-lutherischen Kirchgemeinde St. Afra.
Es handelt sich um einen prachtvollen Bau mit reliefverziertem Halbrunderker. Am Erker befindet sich das Steinrelief „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“. Das Kunstwerk stammt von Georg Curt Bauch.
Das Haus besitzt eine straßenbildprägende Putzfassade und einige Zierelemente. Besonders hervorzuheben ist die Fensterfront rechts neben dem Zugangsportal. Der Hauszugang ist als Portal gestaltet und befindet sich ebenfalls an der Straße „An der Frauenkirche“.
Das Pfarrhaus ist künstlerisch, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 22 und 24.