Pechstein
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Als Pechstein wird ein Vulkanglas mit 4 bis 10 % Wassergehalt bezeichnet. In älterer Literatur wird Pechstein auch noch als glasartiger Rhyolith beschrieben. In der Umgebung der Stadt Meißen soll es die größten Pechsteinvorkommen der Erde geben.

Beim sogenannten „Meißner Pechstein“ handelt es sich ebenfalls um ein vulkanisches Gestein von mattschwarzer Farbe und einer glasartigen Textur. Ein großes Pechstein-Vorkommen gibt es beispielsweise am nördlichen Hang des Triebischtals und auf Dobritzer Gemarkung am Götterfelsen. In dieser Gegend kommt auch das als „grüner Pechstein“ benannte Gestein mit einer roten Bänderung vor.[1]
Pechstein entsteht, wenn felsige Lava oder Magma schnell abkühlt. Das vulkanische Glas unterscheidet sich jedoch von normalem Glas durch einen unregelmäßigen und hakigen Bruch statt eines muschelartigen Bruchs. Dies ist auf seine gröbere Kristallstruktur im Vergleich zu Obsidian zurückzuführen. Pechstein kann dabei einen harzigen oder auch seidenartigen Glanz besitzen. Pechstein zeigt eine Vielfalt an Farben wie braun, rot, grün, grau oder schwarz. Der Pechstein kann dabei gesprenkelt, gestreift oder einheitlich sein. Als extrusives Gestein ist Pechstein sehr widerstandsfähig gegen Erosion. Einige Geologen sprechen dabei von einer gewissen Ähnlichkeit zum Obsidian.
Der Hauptunterschied zwischen Obsidian und Pechstein besteht allerdings im unterschiedlich hohem Wassergehalt beider Gesteine. Obsidian ist in der Regel fast wasserfrei, Pechstein dagegen ist wasserreich.[2]
Literatur
- O. Stutzer: Pechsteine von Meißen. In: Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 62, vom 1 Januar 1910.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha, 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.