Patrizierhaus

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Das Patrizierhaus in der Webergasse.

Das Patrizierhaus befindet sich in der Altstadt in der Webergasse Nr. 1. Das Gebäude wurde als Renaissance-Bürgerhaus in den Jahren 1557/58 errichtet. Über dem Renaissance-Portal mit der zweigeteilten Haustür befindet sich ein ovales Fenster , welches mit „1587“ bezeichnet ist. Ungewöhnlicherweise wurde für den Bau vom Keller Sandstein verwendet.

Geschichte

Das Haus war am 10. Juli 1871 in den Besitz vom Böttgermeister und Weinküfer Johann Gottfried Thiele übergegangen, der in den Parterre-Räumen ein Weinlokal einrichtete und die kreuzgewölbten Decken mit ihren altertümlichen Malereien restauriert hatte. Die Weinstube wurde bis 1946 betrieben und hatte mit ihrer vermeintlichen mittelalterlichen Ritterromantik nebst stilgerechter Einrichtung, den Namen „Alter Ritter“ bekommen. Allerdings waren bei der Einrichtung zur Weinstube die kunsthistorisch wertvollen Wandverkleidungen entfernt worden. Einige davon wurden später dem Museum des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen übergeben, blieben erhalten und sind heute im Stadtmuseum. Von der einstigen Weinstuben-Ausstattung haben sich heute im Erdgeschoss noch die bleiverglasten Fenster erhalten.[1]

Literatur

  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax, Beucha 2009, S. 359 und 360.