Papier- und Schreibwarenhandlung Antonie Wolf
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Die Papier- und Schreibwarenhandlung Antonie Wolf war 1924 ein Spezialgeschäft für den modernen Kontor-, Büro- und Schulbedarf im Meißner Stadtteil Triebischtal. Es wurden dort auch Tabakwaren verkauft.
Die Papier- und Schreibwarenhandlung befand sich in dieser Zeit im Haus Wettinstraße Nr. 18 in der Nähe der Triebischtalschule.[1]
Das Unternehmen
Ein Handel mit Papier- und Schreibwaren, ein Schulbuchhandel, sowie ein Tabak, Zigarren- und Zigarettenverkauf ist im Haus Wettinstraße Nr. 18 im Meißner Adressbuch von 1914 bis 1950 nachweisbar. Im Jahre 1914 gründete die Papierwarenhändlerin Klara Saenger im Haus eine Papierwarenhandlung, welche sie noch bis um 1923 führt. Danach übernimmt Antonie Wolf das Geschäft und erweitert das Angebot mit Tabakwaren. Sie gilt zudem als Schulbuchhändlerin und führt auch Tinte, Federmappen und Malkästen.
Ab 1937 wird das Papier- und Schreibwarengeschäft zusätzlich eine Buchbinderei. Das Ladengeschäft wird weitergeführt vom Buchbindermeister Herbert Schütze. Er verkauft dort ebenfalls Tabakwaren. Auch 1950 ist noch der Inhaber H. Schütze. Das Geschäft wird danach bis Mitte der 1970er Jahre von einer Inhaberin geführt und später geschlossen. Das Papier- und Schreibwarengeschäft war besonders bei den Schülern der Triebischtalschule beliebt. Ein vergessenes Lineal oder ein Zeichendreieck konnte dort schnell in der Pause besorgt werden.[2]
Episode am Rande
Obwohl das Verlassen des Schulgeländes in den Hofpausen verboten war, gelang es immer, die wenigen Meter bis zum Geschäft und unbemerkt von der Aufsicht zurückzulegen. Mithilfe einiger Mitschüler, welche genügend „Rückendeckung“ gaben, war der Schulzaun schnell überwunden.
Literatur
- Verschiedene Adressbücher der Stadt Meißen.