Oskar Ackermann

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Oskar Ackermann

Oskar Ackermann (1836-1913), eigentlich Heinrich Ludwig Oskar Ackermann, war ein Theologe und evangelisch- lutherischer Pfarrer. Er setzte sich als Mitglied des evangelisch-lutherischen Landeskonsistoriums und als Oberhofprediger innerhalb der sächsischen Geistlichkeit für den Bau der Domtürme zu Meißen ein. Er hielt am 27. Oktober 1908 zum Dombaufest die Festpredigt. In seiner Funktion war er ein Vorstandsmitglied des Dombauvereins zu Meißen.

Oskar Ackermann wurde am 19. Oktober 1836 in Leipzig geboren und besuchte später die Fürstenschule in Meißen. Nach einem Studium der Theologie in Leipzig ist er in Pirna-Sonnenstein und in Zwickau als Lehrer tätig. 1866 ist er an der Meißner Fürstenschule als Lehrer angestellt. Er wird 1873 Pfarrer der Kirche St. Afra und wird außerdem zum geistlichen Inspektor der Fürstenschule berufen. Im Jahre 1883 tritt er das Amt des Meißner Superintendenten an. Dem folgt 1888 die Berufung zum Oberkonsistorialrat und 1898 wird er zum Oberhofprediger in Dresden ernannt.

O. Ackermann war zudem Vizepräsident des evangelisch-lutherischen Landeskonsistoriums und nahm in der Leitung der sächsischen Landeskirche eine führende Stellung ein. Er war Domherr des Kollegiatkapitels in Wurzen und Abgeordneter der Ersten Kammer des sächsischen Landtags sowie Mitglied des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses.

Oskar Ackermann verstirbt am 5. Oktober 1913 in Dresden.[1][2][3][4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 90 bis 95, 132 bis 141, 216 bis 221.
  2. ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 639, 640 und ab 676 (online).
  3. ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 151, 154 bis 159, 161, 163 und 172.
  4. ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58 bis 61.