Manufakturisten als Bürger der Stadt Meißen (Publikation)
Manufakturisten als Bürger der Stadt Meißen (Publikation) ist ein Begleitheft zur Sonderausstellung vom Stadtmuseum Meißen, anläßlich des 300jährigen Bestehens der Porzellanmanufaktur im Jahre 2010. Die Ausstellung wurde vom 20. März bis 7. November 2010 gezeigt. Zunächst war jedoch nur ein Begleitheft zur Ausstellung geplant. Später erschien 2011 eine umfassende Publikation zum Jubiläum und der Sonderausstellung.

Hintergründe
Aufgrund der großen Nachfrage der Besucher nach weiterem Text- und Bildmaterial zur Ausstellung konnte im Jahre 2011 das umfassende Werk entstehen. Die Herstellung des Heftes wurde durch viele Sponsoren gefördert und unterstützt. Die Publikation war in der Schriftenreihe des Stadtmuseums als Heft 7 erschienen. Die einzelnen Aufsätze wurden von den Autoren Martina Fischer, Steffen Förster und Mike Huth erstellt. Redaktion: Martina Fischer und Steffen Förster. Das Werk erschien beim Herausgeber Stadtmuseum Meißen und wurde in der Druckerei Thieme in Meißen gedruckt. Das Werk umfasst 160 Seiten.
Das Buch ist inzwischen nur noch auf dem Zweitmarkt oder im Buch-Antiquariaten erhältlich. „Manufakturisten als Bürger der Stadt Meißen“ gehört mit zu den Stadt-Publikationen der Meißner Literatur, welche nach 1990 erschienen sind.
Die Publikation
Das gesamte Buch wurde mit sehenswerten und vor allem interessanten Grafiken, Bildern und Fotos illustriert. Zu einigen Bildern gibt es dazu noch entsprechende Erläuterungen. Dem Grußwort vom damaligen Oberbürgermeister der Stadt Meißen Olaf Raschke folgt ein Grußwort von Dr. Christian Kurtzke dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Porzellanmanufaktur Meißen. Die drei Autoren geben zunächst einen Überblick zur wechselvollen Geschichte Porzellanmanufaktur und gehen der Frage nach: Was ist eigentlich eine Manufaktur? Anschließend werden zahlreiche Manufakturisten vorgestellt. Dabei gibt man immer wieder interessante Einblicke in das nicht leichte Leben der Porzellankünstler in und vor allem mit der Manufaktur. Man geht dabei der berechtigten Frage nach: Wie funktionierte eigentlich das allgemeine Miteinander zwischen den Manufakturisten und den Einwohnern der Stadt Meißen? Fakt ist, die Manufakturisten sind lange Zeit tatsächlich Privilegierte gewesen. Sie waren beispielsweise grundsätzlich vom Brückenzoll befreit und sie unterstanden nicht der Gerichtsbarkeit des Stadtrates. Solchen Dingen stand die Meißner Einwohnerschaft, natürlich recht kritisch gegenüber.
Verlegung der Produktion ins Triebischtal und Manufakturisten-Portraits
Die Verlegung der Produktionsräume von der Albrechtsburg ins Meißner Triebischtal ist ein weiteres Thema der Publikation und wird von den Autoren ausgiebig betrachtet. Zahlreiche Angehörige der Gestaltungsabteilung und des Malerkorps betätigten sich bekanntlich in der Freizeit auch als bildende Künstler. Andere Künstler der Porzellanmanufaktur arbeiteten ohne akademische Ausbildung ebenfalls als freie Künstler und erweiterten mit ihren Werken die Meißner Kunstszene. In Kurzportraits werden dem Leser in einem umfangreichen Kapitel einzelne Manufakturisten in Wort und Bild vorgestellt.
Ein weiteres interessantes Kapitel der Manufakturgeschichte ist das breite Feld vom Notgeld und der Porzellanmedaillen. Nicht uninteressant sind jedoch auch die Ausführungen zum Thema „Wie wurde die Meißner Stadtkultur in den vielen Jahren von der Porzellanmanufaktur Meißen beflügelt?“.
Am Ende der Publikation gibt es noch eine Zusammenfassung der „Chronologie der Ereignisse in der Manufaktur der Stadt“ nach Jahren geordnet. Dem folgt auf Seite 160 ein Literaturverzeichnis und zudem einige Informationen über die Autoren.
Literatur
- Manufakturisten als Bürger der Stadt Meißen, Begleitheft zur Sonderausstellung vom Stadtmuseum Meißen, anläßlich des 300jährigen Bestehens der Porzellanmanufaktur, 2011.