Kuchenränder
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Kuchenränder wurden von den Bäckern der Stadt Meißen noch bis zum Ende der 1980er Jahre sporadisch angeboten. In den Bäckereien gab es damals die Kuchensorten vorwiegend ohne Ränder. Nach dem Abbacken auf dem Backblech wurden die Ränder noch in der Backstube abgeschnitten.
Die Ränder hat man beim Aufschnitt der Stücke separiert und als sogenannte Kuchenränder in Papiertüten verpackt. Kuchenränder wurden entweder an die Kinder verschenkt oder im Geschäft verkauft. Je nach Tütengröße kosteten Kuchenränder zwischen 10- und 20 Pfennige. Die Kuchenränder waren besonders bei Kindern beliebt, da sich in der Tüte die Ränder von verschiedenen Obst-Kuchensorten aber auch vom Zucker- oder Streuselkuchen befanden.
Kuchenränder wurden vorwiegend von Bäckereien angeboten. In Konditoreien dagegen gab es sie kaum. Meißner Bäckerei-Geschäfte, welche in der Zeit von 1960 bis 1989 regelmäßig Kuchenränder im Angebot hatten waren meistens kleinere Läden wie beispielsweise:
Bäckereien
- Bäckerei Richter, Hermann, Talstraße Nr. 58
- Bäckerei Rendler, Gehard, Talstraße Nr. 48 und später auch Bäckerei George
- Bäckerei Knecht, Bruno, Hirschbergstraße Nr. 60
- Bäckerei Baum, Böttgerstraße Nr. 2
- Bäckerei Hänsel, Arno, Wilhelm-Walkhoff-Platz Nr. 3
- Bäckerei und Konditorei Schwarz, Wilhelm-Walkhoff-Platz Nr. 4
- Bäckerei Kreßler, Karl, Wohnhaus Mühlweg Nr. 2
- Bäckerei Riedel, Ossietzkystraße Nr. 14[1]
Literatur
- Adressbuch Meißen 1950.
Einzelnachweise
- ↑ Adressbuch Meißen 1950, Abschnitt Berufsklassen und Gewerbebetriebe, S. 2.