Konrad Hentschel

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Hentschelkind.
Hentschelkinder.

Konrad Hentschel, eigentlich Julius Konrad Hentschel (* 3. Juni 1872 in Vorbrücke; † 9. Juli 1907 in Meißen war ein Porzellankünstler, Bossierer und Modelleur an der Königlichen Porzellan-Manufaktur Meißen. K. Hentschel gehöhrt mit als Manufakturist zu den bedeutendsten Porzellanmodelleuren des Meißner Jugendstils. Er ist der Schöpfer der sogenannten „Hentschelkinder“.[1]

Leben und Werk

Konrad Hentschel wurde in der damals noch selbstständigen Gemeinde Vorbrücke geboren. Er war der Sohn von Julius Konrad Hentschel einem Porzellanmaler. Sein älterer Bruder war Johannes Rudolf Hentschel. Vater und Söhne arbeiteten an der Porzellanmanufaktur Meißen. Der Vater wurde bekannt durch die von ihm entwickelte „Pâte-sur-Pâte-Technik“ und sein Bruder Rudolf wurde bekannt als Kunstmaler sowie als Porzellanmaler und Radierer.

Zunächst besuchte Konrad Hentschel ab 1889 die Meißner Zeichenschule und begann 1890 eine Lehre als Bossierer an der Porzellanmanufaktur. Nach Lehrabschluss 1891 absolvierte er bis 1894 ein zweijähriges Studium an der Kunstakademie in München. Danach kehrte er an die Meißner Manufaktur zurück und war dort als Bossierer tätig. Als die dortige Administration 1896 einen Wettbewerb zur Schaffung eines zeitgemäßen Déjeuners ausschrieb, entwarf der damals 24-Jährige sein „Krokus-Dejeuner“, welches später auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 große Beachtung fand. Für ein Jahr unterbricht er seine Bossierer-Tätigkeit und unternimmt eine Studienreise durch Italien. Von 1899 bis 1901 übernimmt er eine zweijährige Lehrtätigkeit an der Kunstakademie Dresden.

Seit dem 1. Juni 1897 ist K. Hentschel nun auch als Modelleur an der Porzellanmanufaktur Meißen tätig und er entwirft dort einige figürliche Darstellungen. Große Popularität erlangten dabei die nach ihm benannten „Hentschelkinder“. Die Hentschelkinder bestehen aus einer Serie von zwölf spielenden Kindern, welche gerade bei Porzellansammlern äußerst beliebt sind. Konrad Hentschel bleibt bis zu seinem frühen Tod der Porzellanmanufaktur Meißen als Modelleur erhalten. In seiner Freizeit widmet er sich wie sein Bruder auch mit Vorliebe der Kaltnadelradierung.

Zusammen mit Vater und Bruder bewohnt Konrad Hentschel laut Meißner Adressbuch von 1906 das Wohnhaus Zscheilaer Straße Nr. 12 im Stadtteil Cölln. Er verstirbt am 9. Juli 1907 in Meißen.

Literatur

  • Otto Walcha: Meissner Porzellan. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dresden: Verlag der Kunst, 1986, 8. Aufl., ISBN 3-364-00012-3.
  • Günther Sterba: Gebrauchsporzellan aus Meissen. Edition Leipzig, 1988, ISBN 3-361-00193-5.
  • Martina Fischer und Stefan Förster: Manufakturisten als freie Künstler, in Manufakturisten als Bürger der Stadt Meißen, Schriftenreihe des Stadtmuseums Meißen, Heft 7, 2011.

Einzelnachweise

  1. Martina Fischer und Stefan Förster: Manufakturisten als freie Künstler, in Manufakturisten als Bürger der Stadt Meißen, Schriftenreihe des Stadtmuseums Meißen, Heft 7, 2011, S. 95.