König Friedrich August III. von Sachsen

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König Friedrich August III. von Sachsen

König Friedrich August III. von Sachsen (1865-1933) war von 1904 bis 1918 der letzte König von Sachsen und stammte aus dem Haus Wettin. König Friedrich August III. gilt als Schirmherr des Dombauvereins zu Meißen.

König Friedrich August III. von Sachsen war auch der letzte königliche Stiftsherr des Hochstifts Meißen. Seine Meißen-Besuche 1908 und 1912, die im direkten Zusammenhang mit dem Dombau standen, wurden als „Königstage“ in Meißen festlich begangen. Dabei nahm er am 27. Oktober 1908 an der Glockenweihe im Dom mit der königlichen Familie teil. Auch am 28. Oktober 1912 war er zur Einweihung der erneuerten Domkirche angereist. Dabei wurde auch in seinem Beisein das König-Albert-Denkmal im Triebischtal feierlich eingeweiht. König Friedrich August III. von Sachsen betonte am 28. Oktober 1912 in seiner Meißner-Festrede, dass der Meißner Dom jederzeit der Mahner sein möge zur Gottesfurcht, Königstreue und Vaterlandsliebe. Die Domtürme von Meißen hatte Friedrich August III. stets als symbolträchtiges Zeichen seiner sächsischen Heimat angesehen.

Friedrich August III. beschäftigte sich schon als Prinz mit Verwaltungsangelegenheiten und war dabei oft auf Reisen. Seine spätere Ehe mit der habsburgischen Prinzessin Luise von Toskana scheiterte. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, welche bei ihm am Dresdner Hof lebten. Friedrich August III. galt bei den Sachsen im Allgemeinen als beliebter Monarch. Er reiste oft durch Sachsen hielt Reden, er besuchte Empfänge und Manöver. Er verstand es dabei seine Untertanen mit einem herzlichen sächsischen Humor aufzumuntern. Dabei kam er rasch mit den Leuten ins Gespräch und konnte recht schlagfertig auf Fragen eine Antwort geben. Noch heute werden über seine treffenden Bemerkungen, seiner gütigen Seele und vor allem seiner menschlichen Seite viele Anekdoten erzählt. Die politischen Entscheidungen hatte er meist seinen Ministern überlassen. Für Friedrich August III. standen eher die repräsentativen Aufgaben eines Königs im Vordergrund.

Im Zuge der Revolution 1918 erklärte Friedrich August III. am 13. November 1918 seinen Thronverzicht. Die letzten Lebensjahre verbringt er auf Schloss Sibyllenort in Schlesien. Er verstirbt dort am 18. Februar 1932 und findet später in der Katholischen Hofkirche in Dresden in der Wettiner-Gruft seine letzte Ruhestätte.[1][2][3][4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 93 bis 97, 110 bis 114, 132 bis 141 und 222 bis 233.
  2. ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 639, 640 und ab 676 (online).
  3. ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 151, 154 bis 159, 161, 163 und 172.
  4. ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58 bis 61.