Julius Temper

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Julius Temper war ein Baurat im sächsischen Finanzministerium. Er leitete im Jahre 1894 die Sicherung des baufälligen Südostturms des Meißner Doms und wurde dabei auf den äußerst mangelhaften Zustand des Baues aufmerksam. Er regte daraufhin die Gründung des Dombauvereins zu Meißen an um die notwendigen Mittel zum Erhalt aufzubringen. In seiner Funktion war er ein Vorstandsmitglied des Dombauvereins zu Meißen.

Gemeinsam mit dem Bildhauer Emmerich Ottfried August Andresen bereitete er die Vereinsgründung in Dresden vor. Er gilt heute wie auch E. O. A. Andresen mit als Gründer des Dombauvereins zu Meißen.

Julius Temper war Oberbaurat in Dresden und hatte das Polizeipräsidium an der Dresdner Schießgasse entworfen und ausgeführt. Er war in Meißen Mitglied im Vorstand vom Dombauverein und im Bauausschuss.

Julius Temper legte im Jahre 1903, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten alle Meißner Ämter nieder. Er fühlte sich übergangen, weil der Bauausschuss seine Bedenken hinsichtlich der Tragfähigkeit der mittelalterlichen Westturmanlage nicht teilte. Er zog sich daher vom Dombau zurück. Auch der Einweihung der vollendeten Meißner Domtürme blieb Julius Temper später fern.[1][2][3][4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 90 bis 95, 132 bis 141, 216 bis 221.
  2. ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 639, 640 und ab 676 (online).
  3. ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 151, 154 bis 159, 161, 163 und 172.
  4. ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58 bis 61.