Johann Georg Wagner

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Stürmische Mondnacht im Gebirge, Gouache von J. G. Wagner.
Waldpartie und Ruine, Zeichnung von 1764.
Ein Hohlweg, Ölgemälde von 1760.

Johann Georg Wagner (* 26. Oktober 1744 in Meißen; † 14. Juni 1767 ebenda) war ein Kunst- und Landschaftsmaler sowie ein Radierer.

Er bekam bereits frühzeitig Zeichenunterricht von seinen Eltern und auch von seinem Onkel Dietrich Wagner aus Dresden. In Dresden wird auch der Professor der Dresdner Akademie Joseph Roos auf das ungewöhnliche Talent aufmerksam. Unter den aus Meißen gebürtigen Künstlern nimmt J. G. Wagner später eine hervorragende Stelle ein. Seine grafischen Werke sind heute in den Sammlungen aller großen europäischen Museen, wie etwa in London, Oslo, Paris und Wien, vertreten.

Leben und Werk

Johann Georg Wagner wurde 1744 als Sohn vom Miniatur- und Porzellanmaler an der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen Johann Jakob Wagner (1710-1797) und der Landschaftsmalerin Maria Dorothea Wagner (1728-1792), Tochter des Hofmalers Johann Georg Dietrich (1684–1752), in Meißen geboren. Den ersten Zeichenunterricht bekommt er von seinen Eltern. Später wird Professor Joseph Roos an der Kunstakademie Dresden, bei dem sich J. G. Wagner weiter ausbilden will, über seine Begabung und Fertigkeit erstaunt sein. Roos erklärt schon bald, dass er J. G. Wagner nichts mehr zu lehren wüsste.

Der junge Künstler arbeitet nun viel bei Roos in Dresden und es entstehen einige Landschaften in Gouache und auch Zeichnungen. Die ersten Arbeiten Wagners gehören in dieser Zeit bald zu den gesuchtesten Werken und man ist gewillt sehr viel Geld dafür zu zahlen. Aber auch in Paris sind seine Bilder schon ein Begriff. Der Dresdner Kunstmaler Johann Christian Klengel (1751-1824) bezeichnete Wagner sogar einmal als „den Raphael der Landschaftsmalerei“.

J. G. Wagner hat in dieser Zeit in unermüdlichem Fleiße außerordentlich viele Bilder geschaffen. Im Jahre 1765 wird er zum Unterlehrer an der Dresdner Akademie berufen. Im gleichen Jahre wird Wagner bereits Pensionär und bekommt jährlich 200 Thaler Besoldung. Zudem war in dieser Zeit eine Studienreise auf landesherrlichen Kosten schon fest eingeplant. Er begab sich nochmals nach Meißen um sich bei seinen Eltern, die in der Lorenzgasse wohnten, zu verabschieden. Er verstirbt dort, kaum 23jährig an einer Erkältung am 14. Juni 1767.Er findet seine letzte Ruhestätte auf dem Wolfgangsfriedhof im Meisatal.[1]

Werke (Auswahl)

  • Landschaft mit Kühen, Zeichnung 1763 (heute im Meißner Stadtmuseum).
  • Hügelige Landschaft mit Ochsentreiber, Kupferstich 1763.
  • Bauernhaus, Kupferstich 1766.
  • Landschaft mit Hirtinnen, Kupferstich 1767.
  • Bauernhaus am Weg unter Bäumen, Staffage ohne Datum.
  • Waldpartie und Ruine mit einem Bogen an einem Weg mit Hirten und Vieh, farbige Zeichnung 1764.
  • Landschaft mit Hohlweg, Ölgemälde um 1760.
  • Stürmische Mondnacht im Gebirge, Gouache ohne Datum.

Literatur

  • Taufregister von St. Afra 1744.
  • Totenbuch der Stadtkirche (Frauenkirche) 1767.
  • Racknitz: Skizze einer Geschichte der Künste in Sachsen, 1811.
  • Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888.

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 89 bis 91.