Johann Friedrich Nagel
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Johann Friedrich Nagel (* 3. Juli 1765 in Waldheim; † 3. Mai 1825 in Meißen) war ein Kunst-, Figuren- und Landschaftsmaler sowie ein Porzellankünstler und Manufakturist.
Leben und Werk
Johann Friedrich Nagel wurde am 3. Juli 1765 im sächsischen Waldheim geboren. Er war der Sohn eines Rechnungsführers bei dem Waldheimer Zucht- und Armenhause. Sein künstlerisches Talent zur Malerei wird bald erkannt und er studiert bis 1792 an der Dresdner Akademie. Dort ist er ein Schüler des Professors Theile. Seine Landschaftsbilder von denen er einige Werke 1785 und 1787 in Dresden ausstellt finden große Aufmerksamkeit. Die Werke sind außerordentlich zart in Wasserfarben bis in die kleinsten Einzelheiten nach dem Geschmack der Zeit gemalt. In den 1780er Jahren wirkt J. F. Nagel zudem auch für einige Zeit in Preußen. Dort führt er für den Preußenkönig eine Serie von Gouachen und Radierungen aus. Unter anderen in Potsdam-Sanssouci, Halle, Brandenburg und Berlin-Spandau.
Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Arbeiten kommt J. F. Nagel nach Meißen. Hier wird er 1793 an der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen als Landschaftsmaler angenommen. In den Jahren 1819/20 wirkt er entwerfend am „Wellington-Service“ mit. Seine Landschaftsbilder aus der Region sind gerade in Meißen äußerst beliebt und werden gern von wohlhabenden Bürgern der Stadt gekauft. Die Gouache Meißen von Norden (1800) sowie das Aquarell Flottenfest auf dem Großteich bei Moritzburg (um 1800) befinden sich heute im Stadtmuseum. Gut bekannt ist ebenfalls sein Kupferstich aus dem Jahre 1813 Übergang der Kosaken über die Elbe bei Meißen am 27. März 1813. Johann Friedrich Nagel verstirbt im Jahre 1825 in Meißen.[1][2]
Werke (Auswahl)
- Flottenfest auf dem Großteich bei Moritzburg, Aquarell um 1800.
- Meißen von Norden, Gouache, 1800.
- Übergang der Kosaken über die Elbe bei Meißen am 27. März 1813, Kupferstich von 1813.
- Das französische Lager 1813 auf dem Plossen, 1813.
- Marktplatz von Meißen, Aquarell.
- Gegend an den Fischerhäusern bei Meißen, Aquarell.
- Triebischtal, Grafik um 1815.
- Meißen, Stadtansicht von Süden auf Elbe, Brücke und Burg, Aquarell um 1800.
Literatur
- Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888.
- Richard Müller: Jugendzeit – Die Reise nach Meißen, Selbstbiografie aus den Nachlass von Richard Müller.
- Martina Fischer und Stefan Förster: Manufakturisten als freie Künstler, in Manufakturisten als Bürger der Stadt Meißen, Schriftenreihe des Stadtmuseums Meißen, Heft 7, 2011.