Carl Heinrich Jakob Fehling

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Die königliche Tafel zum Saturnfest, 1719 von C. H. J. Fehling, Kupferstich. Bildhinweis: Foto Hans-Joachim Koch, 1955, © Deutsche Fotothek / Hans-Joachim Koch.
Die Bergparade zum Saturnfest, 1719 von C. H. J. Fehling, Kupferstich. Bildhinweis: Foto Hans-Joachim Koch, 1955, © Deutsche Fotothek / Hans-Joachim Koch.

Carl Heinrich Jakob Fehling (* 1683 in Dresden; † im Dezember 1753 in Meißen) war ein Kunstmaler, Zeichner, Zeichenlehrer (Zeichenmeister) sowie ein Manufakturist.

Leben und Werk

Carl Heinrich Jakob Fehling wurde im Jahre 1683 in Dresden geboren. Er war der Sohn des aus Sangerhausen stammenden Hofmalers Heinrich Christoph Fehling (1654-1725). Seinen ersten Zeichenunterricht erhält C. H. J. Fehling bei seinem Vater, welcher ihn auch später weiter ausgebildet hat.

C. H. J. Fehling arbeitet zunächst für den Dresdner Hof. Es entstehen Pinselzeichungen von den Feierlichkeiten der Hochzeit des sächsischen Kurprinzen Friedrich August II. mit Maria Josepha, der Tochter des Kaisers Joseph I im Jahre 1719. Auftraggeber dafür war Kurfürst Friedrich August I. (König August II. von Polen, auch der Starke genannt). Es war ein Großauftrag an dem auch noch andere namhafte Künstler mitwirkten. Die Arbeiten am Werk dauerten noch bis in die 1740er Jahre. Fehlings Zeichen-Werke zur Festschilderung haben einen großen Umfang und besitzen einen hohen künstlerischem Rang. Überliefert sind heute im Dresdner Kupferstich-Kabinett noch ca. 60 großformatige Pinselzeichnungen.

Für die zum Hochzeitsfest veranstaltete „Bergparade“ schuf C. H. J Fehling sämtliche Konstruktions-Zeichnungen der dort präsentierten und im Festzug mitgeführten Bergbaumaschinen. Ferner zeichnet er stimmungsvolle Festszenen aus der Vogelperspektive. Er hält außerdem alle sieben „Planeten-Feste“ mit dem Zeichenstift fest. Allein vom „Saturnfest“ liefert er zehn Blätter. Zudem zeichnet er Darstellungen der königlichen Speisetafel mit ihren prunkvollen Aufbauten. Die Berge und Felsmassive wurden dabei aus Zucker hergestellt.

Carl Heinrich Jakob Fehlings Zeichnungen zeigen in einer seltenen Perfektion die Grundrisse von Dresdner Prachtbauten wie den Zwinger die Oper oder auch das Dresdner Palais. Von der Oper hält er viele Details der Innenansichten aber auch die gesamten Bühnenbildern mit Stift und Pinsel fest. Seine stimmungsvollen Werke stellen die barocke Glanzzeit und das höfische Leben der damaligen Zeit mit viel Liebe zum Detail dar. Sie bezeugen dabei aber auch gleichzeitig den Willen, höfischen Prunk nebst den prachtvollen Gewänder der Gäste als Bild festzuhalten. Einige seiner Zeichnungen wurden erst später in Kupfer nachgestochen.

Im Jahre 1743 stellt er sich mit seinen Zeichnungen bei der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen vor und findet dort große Anerkennung. Man betraut ihm mit der Lehrtätigkeit an der im gleichem Jahre begründeten Zeichenschule der Manufaktur. Er wird dort als erster Zeichenmeister überhaupt eingestellt. Carl Heinrich Jakob Fehling verstirbt im Dezember 1753 in Meißen.[1][2][3]

Literatur

  • Totenbuch von St. Afra von 1753.
  • Daßdorf: Beschreibung Dresdens, 1782.
  • Engelhardt: J. F. Böttger, 1837.
  • Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888.

Fotohinweis

Beide Originalfotos sind unter

https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/30105865

https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71063657

abrufbar. Bildhinweis: Fotos Hans-Joachim Koch, 1955, © Deutsche Fotothek / Hans-Joachim Koch.

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 30.
  2. Daßdorf: Beschreibung Dresdens, 1782, S. 598.
  3. Engelhardt: J. F. Böttger, 1837, S. 527.