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Sächsischer Kirmeskuchen (Beispielfoto).

Die Bäckerei Linke, war um 1924 ein Bäckergeschäft mit einer Hausbäckerei für Christstollen im Meißner Stadtteil Triebischtal in der Nähe der Etzlerstraße.

Das Bäckereigeschäft befand sich im heutigen Wohnhaus Ossietzkystraße Nr. 45 (damals noch „Jacobistraße“ und vorher Haus Nr. 643 B 3) und wurde 1924 vom Bäckermeister Hugo Linke geführt. Der Bäckermeister H. Linke war in dieser Zeit auch der Hausbesitzer.[1]

Das Unternehmen

Ein Bäckereibetrieb im Haus Jacobistraße Nr. 45 ist in den Meißner Adressbüchern von 1904 bis 1950 nachweisbar. Der Bäckermeister Felix Julius gründete um 1904 eine Bäckerei im Haus Jacobistraße Nr. 45 und führt das Unternehmen bis 1909. Weitergeführt wird das Geschäft vom Bäckermeister Hugo Linke bis in die 1930er Jahre hinein. Um 1935 ist die Bäckerei in den Händen vom Bäckermeister Walter Hahn. H. Linke ist jedoch noch der Hausbesitzer. Auch im Meißner Adressbuch von 1950 gab es keine Veränderungen.[2]

Wann die Bäckerei aufgegeben wurde ist unbekannt. Später wird das Ladengeschäft für Wohnraumzwecke umgebaut.

Bäckerei Linke

Neben Brot, Brötchen, Semmeln und Meißner Zeilen, waren verschiedene Obstkuchen, Pfannkuchen und die Die Meißner Bäbe, sowie die bei den Kindern beliebten Kuchenränder im Angebot. Die Hausfrauen konnten beim Bäcker Linke auch ihre vorbereiteten Kuchen zum sogenannten „Abbacken“ in die Bäckerei bringen. Die Kuchen wurden beim Bäcker Linke noch ausschließlich in runden Formen gebacken und besonders bekannt war sein Kirmeskuchen.

Die Spezialität des Hauses war jedoch in der Vorweihnachtszeit die Hausbäckerei für Christstollen. Dazu wurden die Zutaten von den einzelnen Familien für die Stollen zum Bäcker Linke gebracht. In der Bäckerei wurden die Stollen zubereitet und gebacken. Danach konnte man die fertigen Stollen abholen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Adressbuch der Stadt Meißen und der Vororte Maisatal und Lercha, Ausgabe 1924, S. 203.
  2. Adressbuch der Stadt Meißen, 1902 bis 1950.