Adolf Wach.

Adolf Wach (1843-1926) war ein Rechtswissenschaftler. Er war erster Vorsitzender des Dombauvereins zu Meißen ab dessen Gründung im März 1896 bis zur Auflösung im Mai 1918. In seiner Funktion war er ein Vorstandsmitglied des Dombauvereins zu Meißen. Der Leipziger Rechtsgelehrte setzte sich unermüdlich für den Bau der Domtürme am Meißner Dom ein. Es wird heute sogar angenommen, dass man ohne sein Engagement, die beiden Türme vermutlich nie gebaut hätte.

Ein Prophet an den neu errichteten Domtürmen trägt sein Antlitz. Die Figur befindet sich am südlichen Domturm.[1]

Adolf Wach wurde am 11. September 1843 im westpreußischen Kulm geboren. Später studiert er Rechtswissenschaft in Berlin, Heidelberg, Leipzig und Königsberg. Nach einigen Anstellungen in Tübingen, Bonn und Rostock wurde er 1876 als Professor an die Universität Leipzig berufen. In Leipzig hatte er bereits 1870 Elisabeth Mendelsson-Bartholdy, die jüngste Tochter des Komponisten Felix Mendelsson-Bartholdy geheiratet. Von 1902 bis 1903 amtierte A. Wach als Rektor der Leipziger Universität.

Adolf Wach galt als Experte für Zivil- und Strafrecht und es entstehen zahlreiche wissenschaftliche Werke. Er förderte junge Komponisten und begeisterte sich für das Kunst- und Musikleben. Zudem leitete er den Leipziger Kunstverein. Als ein treuer evangelischer Christ war er in der Leipziger Nikolaigemeinde viele Jahre ein Kirchenvorstandsmitglied.

Adolf Wach verstirbt am 4. April 1926 in Leipzig.[2][3][4][5]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 216 bis 221.
  2. ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 132 bis 141, 216 bis 221.
  3. ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 639, 640 und ab 676 (online).
  4. ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 151, 154 bis 159, 161, 163 und 172.
  5. ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58 bis 61.